Eine Gruppe von Bürgern, die sich ohne staatlichen Auftrag organisiert, um in ihrem Wohngebiet für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, oft durch Patrouillen. Solche Gruppen agieren rechtlich in einer Grauzone.
beispiel
Nach einer Serie von Einbrüchen gründeten einige Anwohner eine umstrittene Bürgerwehr.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Bürger“ (citizen) und „Wehr“ (defense) zusammen. „Wehr“ ist ein altes Wort für Verteidigung, das man auch in „Feuerwehr“ (fire defense) findet. Eine Bürgerwehr ist also wörtlich eine „Verteidigungsgruppe von Bürgern“.
BEISPIEL
Die Anwohner diskutierten über die Gründung einer Bürgerwehr.
Kritische Konnotation
Der Begriff „Bürgerwehr“ ist oft negativ oder kritisch besetzt. Er impliziert, dass Bürger das Gesetz selbst in die Hand nehmen, was in Deutschland rechtlich problematisch ist und kontrovers diskutiert wird.
BEISPIEL
Die Polizei warnt vor der Bildung von illegalen Bürgerwehren.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit einer „Bürgerwehr“ werden oft die Verben „gründen“, „bilden“ oder „organisieren“ verwendet, da es sich um einen Zusammenschluss von Personen handelt.
BEISPIEL
Einige Nachbarn wollten eine Bürgerwehr gründen, aber die Mehrheit war dagegen.
Vergleichen mit
confusable
Bürgerwehr vs Polizei
„Polizei“ und „Bürgerwehr“ haben beide mit Sicherheit und Ordnung zu tun, sind aber sehr verschieden. „Polizei“ ist eine staatliche Institution mit klaren Aufgaben und Rechten. Eine „Bürgerwehr“ ist eine Gruppe von Bürgern, die sich ohne staatlichen Auftrag organisiert, oft um in einem Wohngebiet zu patrouillieren. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide gegen Gefahr oder Kriminalität handeln wollen. Wichtig ist aber: „Polizei“ ist offiziell und staatlich. „Bürgerwehr“ ist nicht die normale staatliche Sicherheitskraft und kann rechtlich problematisch sein.
Bürgerwehr
Im Viertel will eine Bürgerwehr abends durch die Straßen gehen.
Polizei
Vor dem Termin meldete sie den Diebstahl bei der Polizei.