depressiv
An einer Depression leidend; eine psychische Erkrankung, die durch gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Antriebslosigkeit gekennzeichnet ist.
Nach dem schweren Schicksalsschlag wurde er klinisch depressiv und begab sich in Behandlung.

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An einer Depression leidend; eine psychische Erkrankung, die durch gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Antriebslosigkeit gekennzeichnet ist.
Nach dem schweren Schicksalsschlag wurde er klinisch depressiv und begab sich in Behandlung.

Das Adjektiv „depressiv“ gehört zur Wortfamilie um die psychische Erkrankung „die Depression“. Das Verständnis des Nomens hilft, die primäre Bedeutung des Adjektivs zu verstehen.
Eine Depression ist eine ernsthafte Krankheit, die professionell behandelt werden muss.
Die Bedeutung von „depressiv“ hängt stark vom Kontext ab. Im medizinischen Zusammenhang (z.B. „klinisch depressiv“) ist die Krankheit gemeint. Im Alltag beschreibt es oft nur eine schlechte Stimmung. In Wirtschaftsnachrichten bezieht es sich auf eine schlechte Konjunktur.
Der Patient leidet an einer schweren depressiven Episode.
In der Umgangssprache wird oft die Konstruktion „etwas macht jemanden depressiv“ verwendet, um auszudrücken, dass eine Situation oder Sache eine gedrückte Stimmung verursacht.
Diese traurige Musik macht mich ganz depressiv.
„traurig“ und „depressiv“ können beide eine sehr schlechte Stimmung beschreiben. „traurig“ ist das normale Wort für Kummer, zum Beispiel nach einer schlechten Nachricht. „depressiv“ ist stärker und kann bedeuten, dass jemand an einer Depression leidet. Umgangssprachlich benutzt man „depressiv“ manchmal auch für eine vorübergehende sehr gedrückte Stimmung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide negativ klingen. Praktisch gilt: Für normale Traurigkeit ist „traurig“ meist passender; „depressiv“ sollte man vorsichtig benutzen, besonders wenn es um eine Krankheit geht.

Er wirkt seit Wochen depressiv und hat kaum noch Energie.
Nach dem Abschied war sie den ganzen Abend traurig.