
doch
Drückt einen Gegensatz oder eine Einschränkung zu einer vorherigen Aussage aus; es bedeutet dann etwa „jedoch“ oder „aber“.
Er war müde, doch er arbeitete weiter.
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Drückt einen Gegensatz oder eine Einschränkung zu einer vorherigen Aussage aus; es bedeutet dann etwa „jedoch“ oder „aber“.
Er war müde, doch er arbeitete weiter.

Drückt aus, dass etwas trotz eines Hindernisses oder entgegen einer Erwartung geschieht; es bedeutet dann „trotzdem“ oder „dennoch“.
Eigentlich wollte ich zu Hause bleiben, aber dann bin ich doch mitgekommen.

Betont, dass eine Aussage im Gegensatz zu einer vermuteten oder behaupteten Unwahrheit richtig ist. Es weist oft auf einen Widerspruch hin.
Du behauptest, ich hätte nichts gesagt, aber ich habe es doch erklärt.

Betont eine bereits bekannte, offensichtliche oder nachdrücklich bestätigte Tatsache. In dieser Verwendung bedeutet es ungefähr „schließlich“ oder „ja“.
Du kennst ihn doch schon seit vielen Jahren.

Macht eine Bitte, einen Vorschlag oder eine Aufforderung freundlicher und zugleich etwas eindringlicher.
Komm doch morgen mit ins Kino.

Wird als selbstständige Antwort auf eine verneinte Aussage verwendet und widerspricht dieser nachdrücklich.
„Du hast das nicht gewusst.“ – „Doch!“
Wenn „doch“ zwei Hauptsätze verbindet, steht davor meist ein Komma. Im zweiten Hauptsatz bleibt die normale Satzstellung mit dem finiten Verb an zweiter Stelle erhalten.
Die Entscheidung war schwierig, doch wir fanden gemeinsam eine Lösung.
Als Modalpartikel kommt „doch“ besonders häufig in der gesprochenen Alltagssprache vor. Seine genaue Wirkung erkennt man oft an der Situation und an der Betonung.
Das ist doch wirklich nicht schwer.
Bei einem Widerspruch steht „doch“ häufig im Mittelfeld und wird dabei meist betont. Damit stellt der Sprecher eine vorherige Behauptung ausdrücklich infrage.
Ich habe dich doch gestern angerufen.
Für eine bereits bekannte oder offensichtliche Tatsache steht „doch“ oft in Mustern wie „du weißt doch“, „du kennst doch“ oder „es ist doch“. Dadurch erinnert der Sprecher an etwas, das als gemeinsam bekannt gilt.
Du weißt doch, dass der Laden montags geschlossen ist.
In Bitten und Vorschlägen steht „doch“ häufig direkt nach dem Imperativ oder nach dem Subjekt im Vorschlagssatz. Die Aufforderung klingt dadurch freundlich, kann aber weiterhin nachdrücklich wirken.
Schau doch kurz in den Briefkasten.
Als Antwort auf eine verneinte Aussage kann „Doch!“ allein stehen. Es bildet dann eine vollständige, betonte Gegenreaktion und wird großgeschrieben sowie meist mit einem Ausrufezeichen gesprochen oder geschrieben.
„Du hast den Schlüssel nicht gefunden.“ – „Doch!“