dortig
Sich auf einen zuvor genannten Ort beziehend; von dort stammend oder dort befindlich.
Er zog nach München und fand schnell Anschluss an die dortige Kulturszene.

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Sich auf einen zuvor genannten Ort beziehend; von dort stammend oder dort befindlich.
Er zog nach München und fand schnell Anschluss an die dortige Kulturszene.

Das Adjektiv „dortig“ wird vom Adverb „dort“ abgeleitet. Die Endung „-ig“ verwandelt einen Ort in eine Eigenschaft, die sich auf diesen Ort bezieht.
Wir besuchten das Schloss und den dortigen Park.
„Dortig“ wird fast ausschließlich vor einem Nomen verwendet (attributiv). Es kann nicht allein am Ende eines Satzes stehen. Man sagt „die dortige Kirche“, aber nicht „Die Kirche ist dortig.“
Er informierte sich über die dortigen Arbeitsbedingungen.
Dieses Wort gehört eher zur geschriebenen oder formellen Sprache, zum Beispiel in Berichten, Nachrichten oder Reiseführern. In der Alltagssprache würde man oft eine Umschreibung wie „... von dort“ oder „... das/die/der dort ist“ verwenden.
Die Reisegruppe traf sich mit dem dortigen Bürgermeister.
„dort“ und „dortig“ beziehen sich beide auf einen Ort, der nicht hier ist oder vorher genannt wurde. Der wichtigste Unterschied ist die Wortart: „dort“ ist ein Adverb und steht allein im Satz, zum Beispiel als Antwort auf die Frage „Wo?“. „dortig“ ist ein Adjektiv und steht vor einem Nomen, zum Beispiel „die dortige Schule“ oder „die dortigen Mitarbeiter“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide auf denselben Ort zeigen. Praktisch gilt: Wenn du nur den Ort meinst, nimm „dort“. Wenn du eine Person oder Sache von diesem Ort beschreibst, passt „dortig“ besser.

Die dortige Schule hat morgen einen Elternabend.
Nach dem Essen warten wir dort auf unsere Freunde.