sich (Dativ) etwas einbrocken
Umgangssprachlich für: sich durch eigenes unüberlegtes Handeln oder Reden selbst Schwierigkeiten, Ärger oder eine unangenehme Situation verursachen.
Mit dieser unbedachten Lüge hat er sich eine Menge Ärger eingebrockt.

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Umgangssprachlich für: sich durch eigenes unüberlegtes Handeln oder Reden selbst Schwierigkeiten, Ärger oder eine unangenehme Situation verursachen.
Mit dieser unbedachten Lüge hat er sich eine Menge Ärger eingebrockt.

„Einbrocken“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „ein-“ steht im Hauptsatz am Ende, in Nebensätzen und im Infinitiv ist sie mit dem Verb verbunden. Bei der Infinitiv-Konstruktion mit „zu“ steht „zu“ zwischen der Vorsilbe und dem Verb.
Was hast du dir denn da schon wieder eingebrockt?
Das Wort besteht aus der Vorsilbe „ein-“ und dem Verb „brocken“, was „in Stücke brechen“ bedeutet. Die Grundidee ist, dass man Stücke (Brot oder Probleme) in etwas hineingibt.
Früher brockte man sich oft Brot in die Milch ein.
In der umgangssprachlichen Bedeutung wird das Verb immer reflexiv mit einem Dativ-Pronomen verwendet: „sich (Dativ) etwas (Akkusativ) einbrocken“. Die Person, die das Problem verursacht, steht im Dativ.
Durch seine Faulheit hat er sich eine schlechte Note eingebrockt.
Die übertragene Bedeutung, sich Ärger zu machen, ist klar der Umgangssprache zuzuordnen. In formellen oder schriftlichen Kontexten würde man andere Formulierungen wählen.
„Das hast du dir schön selbst eingebrockt!“, sagte seine Mutter.
Die wörtliche Bedeutung erkennt man daran, dass es um Essen geht, meist um Brot, Zwieback oder Ähnliches, das in eine Flüssigkeit gegeben wird. Diese Verwendung ist heute eher selten und wirkt oft altmodisch.
Der Opa brockte sich jeden Morgen Zwieback in seinen Kaffee ein.
„verursachen“ und „sich etwas einbrocken“ können beide ausdrücken, dass durch eigenes Handeln ein Problem entsteht. „Verursachen“ ist neutral und passt in sachlichen Texten für Schäden, Kosten oder Schwierigkeiten. „Sich etwas einbrocken“ ist umgangssprachlich und bedeutet: Man hat sich durch unüberlegtes Verhalten selbst Ärger gemacht. Es wird fast immer mit einer Person benutzt, die für ihre eigene unangenehme Lage verantwortlich ist. Im Alltag kann „einbrocken“ lebendiger klingen, aber in formellen Situationen ist „verursachen“ passender.

Mit der falschen Angabe in der Bewerbung haben wir uns viel Ärger eingebrockt.
Wegen des Wetters verursacht die Veranstaltung heute mehr Kosten als geplant.