die Erschöpfung
Ein Zustand extremer körperlicher oder geistiger Müdigkeit und Kraftlosigkeit, meist als Folge von großer Anstrengung oder Stress.
Nach dem Marathon war sie kurz vor der völligen Erschöpfung.

Erschöpfung
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Ein Zustand extremer körperlicher oder geistiger Müdigkeit und Kraftlosigkeit, meist als Folge von großer Anstrengung oder Stress.
Nach dem Marathon war sie kurz vor der völligen Erschöpfung.

„Erschöpfung“ kommt vom Verb „erschöpfen“. Das Grundwort „schöpfen“ bedeutet, etwas zu entnehmen (wie Wasser aus einem Brunnen). Die Vorsilbe „er-“ signalisiert einen Prozess bis zum Ende – man hat also alle Kraft oder alle Ressourcen „herausgeschöpft“.
Nach wochenlanger Arbeit waren seine Kräfte völlig erschöpft.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext: Bezieht sich „Erschöpfung“ auf eine Person, geht es um Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Bezieht es sich auf Dinge wie „Ressourcen“, „Vorräte“ oder „Quellen“, ist der vollständige Verbrauch gemeint.
Wegen seiner Erschöpfung musste der Wanderer eine Pause machen.
Wenn es um Müdigkeit geht, wird „Erschöpfung“ oft mit Adjektiven wie „völlig“ oder „total“ verstärkt. Feste Wendungen sind „am Rande der Erschöpfung sein“ oder „an Erschöpfung leiden“.
Die junge Mutter war nach den schlaflosen Nächten am Rande der Erschöpfung.
Um die Ursache für die Müdigkeit auszudrücken, wird oft die Präposition „vor“ mit Dativ verwendet. Man ist zum Beispiel „vor Erschöpfung“ fast eingeschlafen.
Der Läufer fiel nach dem Rennen vor Erschöpfung ins Gras.
Im Kontext von Ressourcen wird „Erschöpfung“ meist mit einem Genitiv oder der Präposition „von“ verwendet, um zu sagen, was verbraucht ist: „die Erschöpfung der Rohstoffe“ oder „die Erschöpfung von Vorräten“.
Wissenschaftler warnen vor der baldigen Erschöpfung der Phosphorvorkommen.
„Energie“ und „Erschöpfung“ beschreiben gegensätzliche Zustände. Mit „Energie“ meint man die Kraft und den Antrieb, etwas zu tun. „Erschöpfung“ bedeutet, dass diese Kraft fast oder ganz weg ist, oft nach viel Arbeit, Stress oder körperlicher Anstrengung. „Energie“ passt, wenn jemand aktiv sein kann. „Erschöpfung“ passt, wenn jemand sehr müde und kraftlos ist.

Nach drei Nächten mit wenig Schlaf war die Erschöpfung deutlich zu spüren.
Nach der Arbeit hatte meine Nachbarin noch genug Energie für einen Spaziergang.