ersehnt
Intensiv und über lange Zeit herbeigewünscht; sehnsüchtig erwartet.
Nach der langen Dürre brachte der ersehnte Regen endlich Erleichterung.

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Intensiv und über lange Zeit herbeigewünscht; sehnsüchtig erwartet.
Nach der langen Dürre brachte der ersehnte Regen endlich Erleichterung.

„Ersehnt“ ist das Partizip II des Verbs „ersehnen“. Dieses Verb besteht aus dem Stamm „sehnen“ (sich nach etwas sehnen) und der Vorsilbe „er-“, die hier das Erreichen eines Ziels betont.
Der ersehnte Frieden ließ lange auf sich warten.
Dieses Adjektiv wird fast immer vor einem Nomen verwendet (attributiv). Eine Verwendung nach dem Nomen als Teil des Prädikats ist selten und klingt oft poetisch.
Endlich kam die ersehnte Zusage für den Studienplatz.
Häufige Nomen, die mit „ersehnt“ kombiniert werden, sind positive und lang erwartete Dinge wie „der ersehnte Sieg“, „die ersehnte Pause“, „der ersehnte Anruf“ oder „die ersehnte Nachricht“.
Nach der anstrengenden Arbeitswoche genoss er die ersehnte Ruhe.
Das Wort „ersehnt“ gehört zu einem gehobenen, leicht poetischen Sprachstil. Es drückt ein sehr starkes und langes Warten aus.
Der ersehnte Moment des Wiedersehens war sehr emotional.
„erwartet“ und „ersehnt“ können beide mit etwas zu tun haben, das noch kommen soll. Der Unterschied ist das Gefühl dahinter. „erwartet“ ist eher neutral: Man rechnet mit einem Ergebnis oder einem Ereignis. Es muss nicht besonders schön oder wichtig sein. „ersehnt“ ist viel emotionaler: Man wünscht sich etwas stark und oft schon lange. Die Wörter können verwechselt werden, weil man etwas Ersehntes auch erwartet. Aber nicht alles Erwartete ist ersehnt; eine erwartete Rechnung ist zum Beispiel nicht unbedingt gewünscht.

Nach vielen Monaten begann endlich der ersehnte Urlaub.
Die erwartete E-Mail kam am Nachmittag endlich an.