Ein stark vereinfachtes, stereotypes und durchweg negatives Bild, das man sich von einer Person, einer Gruppe, einer Nation oder einer Ideologie als Gegner macht. Feindbilder dienen oft der Rechtfertigung eigener Handlungen oder der Stärkung des Gruppenzusammenhalts.
beispiel
In der Propaganda wurde gezielt ein Feindbild des Nachbarlandes aufgebaut, um den Krieg zu rechtfertigen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine klare Zusammensetzung aus „der Feind“ und „das Bild“. Es bedeutet also wörtlich ein „Bild von einem Feind“.
BEISPIEL
Die beiden Länder waren lange Zeit Feinde.
Typische Verben
„Feindbild“ wird oft mit Verben kombiniert, die einen aktiven Prozess des Erschaffens oder Nutzens beschreiben. Häufige Verbindungen sind „ein Feindbild aufbauen“, „ein Feindbild erzeugen“ oder „ein Feindbild pflegen“.
BEISPIEL
Die Regierung versuchte, ein neues Feindbild zu schaffen.
Kontext und Verwendung
Dieses Wort wird hauptsächlich in politischen, sozialen oder historischen Diskussionen verwendet. Es impliziert fast immer, dass das Bild des Feindes absichtlich vereinfacht und negativ dargestellt wird, oft zu Propagandazwecken.
BEISPIEL
Im Kalten Krieg wurden auf beiden Seiten klare Feindbilder verbreitet.
Vergleichen mit
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Feindbild vs Vorurteil
„das Vorurteil“ und „das Feindbild“ beschreiben beide ein negatives Bild von Menschen oder Gruppen. Ein „Vorurteil“ ist eine vorgefasste Meinung, die oft auf wenig Wissen beruht. Es kann stark sein, muss aber nicht bedeuten, dass man die andere Seite als Gegner sieht. Ein „Feindbild“ ist stärker: Eine Person, Gruppe oder Idee wird sehr vereinfacht und durchweg negativ als Feind dargestellt. Das kann benutzt werden, um eigene Handlungen zu rechtfertigen oder eine Gruppe zusammenzuhalten. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide unfair und negativ sein können. „Vorurteil“ ist allgemeiner, „Feindbild“ ist politischer oder kämpferischer.
Feindbild
Im Kurs erklärt Emma, wie Medien manchmal ein Feindbild von einer Gruppe aufbauen.
Vorurteil
Frau Schwarz spricht in der Schule über das Vorurteil, dass Jungen besser in Technik sind.