freisprechen
In einem Gerichtsverfahren eine angeklagte Person offiziell für nicht schuldig erklären.
Der Richter musste den Angeklagten aus Mangel an Beweisen freisprechen.

Loading your saved state.
In einem Gerichtsverfahren eine angeklagte Person offiziell für nicht schuldig erklären.
Der Richter musste den Angeklagten aus Mangel an Beweisen freisprechen.

„Freisprechen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „frei-“ steht im Hauptsatz am Ende, während sie im Nebensatz mit dem Verb verbunden bleibt. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ in der Mitte.
Das Gericht spricht den Mann frei.
Das Verb setzt sich aus „frei“ und „sprechen“ zusammen. Die wörtliche Bedeutung ist „jemanden durch Sprechen frei machen“ – entweder frei von Schuld (vor Gericht) oder frei vom Status des Lehrlings (im Handwerk).
Nach dem Urteil war der Mann froh, freigesprochen worden zu sein.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Wörter wie „Gericht“, „Angeklagter“ oder „Beweise“ deuten auf die juristische Bedeutung. Begriffe wie „Lehrling“, „Meister“ oder „Handwerk“ weisen auf die Bedeutung im Ausbildungskontext hin.
Der Richter sprach den Angeklagten aus Mangel an Beweisen frei.
Im juristischen Kontext wird oft die Struktur „jemanden (Akkusativ) von etwas (Dativ) freisprechen“ verwendet. Die Präposition „von“ leitet den Vorwurf oder die Anklage ein, von der die Person befreit wird.
Der Angeklagte wurde vom Vorwurf des Diebstahls freigesprochen.
„verurteilen“ und „freisprechen“ sind Gegensätze im Gericht. Wenn ein Gericht jemanden verurteilt, erklärt es die Person für schuldig und legt eine Strafe fest. Wenn ein Gericht jemanden freispricht, erklärt es die angeklagte Person offiziell für nicht schuldig. Beide Wörter passen also zu einem Gerichtsverfahren, aber das Ergebnis ist genau entgegengesetzt. „verurteilen“ führt zu einer Strafe, „freisprechen“ bedeutet keine Schuld und keine Strafe in diesem Verfahren.

Morgen spricht das Gericht die Frau frei, wenn es keine Beweise gibt.
Im Gericht verurteilt der Richter den Angeklagten wegen Diebstahls.