Alle Maßnahmen, die eine Zentralbank ergreift, um Ziele wie Preisstabilität und Wirtschaftswachstum zu erreichen, insbesondere durch die Steuerung von Zinssätzen und der Geldmenge.
beispiel
Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik gestrafft, um die hohe Inflation zu bekämpfen.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Geldpolitik“ ist ein zusammengesetztes Wort aus „Geld“ und „Politik“. Es beschreibt also die politischen Entscheidungen und Maßnahmen, die den Umgang mit Geld in einer Volkswirtschaft steuern.
BEISPIEL
Die Geldpolitik ist ein wichtiges Instrument zur Steuerung der Wirtschaft.
Register: Fachsprache
Dieses Wort gehört zur Fachsprache der Wirtschaft und Politik. Man hört oder liest es meist in den Nachrichten, in Fachartikeln oder in Diskussionen über Zentralbanken.
BEISPIEL
Der Professor erklärte den Studenten die Grundlagen der Geldpolitik.
Typische Verbindungen
Typische Adjektive sind „expansiv“ oder „locker“ (mehr Geld im Umlauf) und „restriktiv“ oder „straff“ (weniger Geld im Umlauf). Eine Zentralbank kann ihre Geldpolitik „straffen“ oder „lockern“.
BEISPIEL
Wegen der steigenden Preise verfolgt die Zentralbank eine restriktive Geldpolitik.
Vergleichen mit
confusable
Geldpolitik vs Wirtschaftspolitik
„die Wirtschaftspolitik“ und „die Geldpolitik“ gehören beide zum Bereich Politik und Wirtschaft. Sie können deshalb leicht verwechselt werden. „Wirtschaftspolitik“ ist der weitere Begriff: Es geht um staatliche Entscheidungen, die die Wirtschaft insgesamt beeinflussen. „Geldpolitik“ ist spezieller und wird von der Zentralbank gemacht. Dabei geht es vor allem um Zinsen, Geldmenge und stabile Preise. Wenn also die Regierung über Steuern, Arbeit oder Firmen spricht, passt meist „Wirtschaftspolitik“. Wenn es um Zinssätze und die Zentralbank geht, passt „Geldpolitik“.
Geldpolitik
Nach der Sitzung erklärt die Zentralbank ihre neue Geldpolitik.
Wirtschaftspolitik
Die Wirtschaftspolitik der Regierung soll kleine Unternehmen stärker unterstützen.