Das formelle Einfordern oder Durchsetzen eines Anspruchs, eines Rechts oder einer Forderung, oft im juristischen oder geschäftlichen Kontext.
beispiel
Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen muss innerhalb der gesetzlichen Frist erfolgen.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort ist die Substantivierung des Ausdrucks „geltend machen“. Die Endung „-ung“ macht aus dem Verb eine Handlung und das Nomen ist immer feminin (die).
BEISPIEL
Er macht seinen Anspruch geltend.
Register und Stil
„Geltendmachung“ ist ein typisches Wort aus der Rechts- und Verwaltungssprache. Im normalen Alltag wird es kaum verwendet.
BEISPIEL
Das Formular dient der Geltendmachung von Reisekosten.
Satzbau und Verwendung
Das, was gefordert wird, steht meist im Genitiv oder wird mit „von“ + Dativ angeschlossen. Die Genitiv-Variante ist formeller.
BEISPIEL
Die Geltendmachung des Schadensersatzes ist kompliziert.
Typische Verbindungen
Das Wort wird fast immer in Kombination mit juristischen oder finanziellen Begriffen verwendet, z.B. die Geltendmachung von „Ansprüchen“, „Forderungen“, „Rechten“ oder „Schadensersatz“.
BEISPIEL
Die Frist für die Geltendmachung der Forderung ist abgelaufen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Geltendmachung vs Wahrnehmung
„Wahrnehmung“ und „Geltendmachung“ können beide bei Rechten, Pflichten oder Ansprüchen vorkommen. „Wahrnehmung“ bedeutet hier, dass man ein Recht, eine Pflicht, eine Chance oder einen Termin nutzt oder ausübt. Das kann neutral und allgemein sein. „Geltendmachung“ ist enger und formeller: Man fordert einen Anspruch oder ein Recht aktiv ein, oft schriftlich, juristisch oder geschäftlich. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide in offiziellen Texten stehen können. Als einfache Orientierung: Ein Recht wahrnehmen heißt, es nutzen; einen Anspruch geltend machen heißt, ihn deutlich einfordern.
Geltendmachung
Die Geltendmachung der Forderung muss bis Ende des Monats erfolgen.
Wahrnehmung
Für die Wahrnehmung des Termins braucht sie eine schriftliche Einladung.