Die rechtliche Grundlage für die Verwaltung einer Gemeinde oder Stadt, die deren Aufgaben, Organisation und die Rechte und Pflichten der Bürger regelt.
beispiel
Laut der örtlichen Gemeindeordnung muss der Rasen auf öffentlichen Grünflächen regelmäßig gemäht werden.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses lange Wort lässt sich leicht verstehen, wenn man es zerlegt: Es besteht aus „Gemeinde“ und „Ordnung“. Es ist also die Sammlung von Regeln und Vorschriften (die Ordnung) für eine Stadt oder Gemeinde.
BEISPIEL
Die neue Gemeindeordnung wird nächste Woche im Stadtrat diskutiert.
Register und Stil
„Gemeindeordnung“ ist ein Fachbegriff aus der Verwaltung und dem Recht. Man verwendet es in formellen, offiziellen Kontexten, aber selten in der alltäglichen Umgangssprache.
BEISPIEL
Ein Anwalt prüfte, ob der Bauantrag der Gemeindeordnung entspricht.
Typische Verbindungen
Da es sich um ein Regelwerk handelt, wird das Wort oft mit der Präposition „laut“ oder der Formulierung „in der Gemeindeordnung stehen“ verwendet, um sich darauf zu beziehen.
BEISPIEL
Laut der Gemeindeordnung ist das Grillen im Park nicht gestattet.
Vergleichen mit
confusable
Gemeindeordnung vs Satzung
„die Satzung“ und „die Gemeindeordnung“ haben beide mit festen Regeln für eine Organisation zu tun. Der Unterschied liegt im Bereich: Eine Satzung regelt meistens, wie ein Verein, eine Stiftung oder eine andere juristische Person intern arbeitet. Die Gemeindeordnung ist die rechtliche Grundlage für eine Gemeinde oder Stadt und betrifft Verwaltung, Aufgaben und Rechte der Bürger. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide offiziell klingen und Regeln beschreiben. Praktisch gilt: Bei einem Verein sagt man eher „Satzung“, bei einer Stadt oder Gemeinde eher „Gemeindeordnung“.
Gemeindeordnung
Die Gemeindeordnung legt fest, welche Aufgaben der Gemeinderat hat.
Satzung
Vor der Mitgliederversammlung liest der Vorstand die Satzung des Vereins noch einmal genau.