Ein Regelwerk, das den Ablauf und die Verfahrensweise von Sitzungen, Versammlungen oder Parlamenten festlegt. Sie regelt zum Beispiel Rederechte, Anträge und Abstimmungen.
beispiel
Laut Geschäftsordnung des Bundestages muss der Antrag schriftlich eingereicht werden.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus „Geschäft“, dem Fugen-s und „Ordnung“. „Geschäft“ meint hier nicht einen Laden, sondern die „Angelegenheiten“ oder den „Ablauf“. Es ist also eine „Ordnung für den Ablauf der Geschäfte“.
BEISPIEL
Die Geschäftsordnung regelt, wie lange jeder Redner sprechen darf.
Typische Verbindungen
Häufige Wendungen sind „sich an die Geschäftsordnung halten“, „gegen die Geschäftsordnung verstoßen“ oder, in Debatten, „einen Antrag zur Geschäftsordnung stellen“.
BEISPIEL
Ein Abgeordneter stellte einen Antrag zur Geschäftsordnung, um die Rednerliste zu ändern.
Register und Kontext
Dieses Nomen gehört zur formellen Fachsprache der Politik, Verwaltung und von Vereinen. Man verwendet es im Kontext von Parlamenten, Sitzungen, Versammlungen und Konferenzen.
BEISPIEL
Die Wahl des Vorsitzenden erfolgt gemäß der Geschäftsordnung des Vereins.
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Geschäftsordnung vs Satzung
„Satzung“ und „Geschäftsordnung“ sind beide Regeltexte für eine Organisation oder Versammlung. Der Unterschied liegt im Bereich der Regeln. Die „Satzung“ beschreibt die grundlegende Struktur einer Organisation, zum Beispiel Zweck, Mitglieder und Vorstand. Die „Geschäftsordnung“ regelt eher den Ablauf von Sitzungen und Versammlungen, zum Beispiel wer sprechen darf, wie Anträge gestellt werden und wie abgestimmt wird. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide in Vereinen und Gremien vorkommen. Als Orientierung: Die Satzung sagt, was die Organisation ist; die Geschäftsordnung sagt, wie Sitzungen ablaufen.
Geschäftsordnung
Nach der Geschäftsordnung darf jeder Antrag nur einmal diskutiert werden.
Satzung
In der Satzung ist festgelegt, wie lange der Vorstand im Amt bleibt.