schmieren
Eine weiche, oft fettige oder klebrige Substanz auf eine Oberfläche auftragen. Dies kann zum Befeuchten, als Belag oder zur Schmierung dienen.
Ich schmiere mir morgens immer Honig aufs Brot.

Loading your saved state.
Eine weiche, oft fettige oder klebrige Substanz auf eine Oberfläche auftragen. Dies kann zum Befeuchten, als Belag oder zur Schmierung dienen.
Ich schmiere mir morgens immer Honig aufs Brot.

Wenn man eine Substanz auf eine Oberfläche aufträgt, folgt oft die Struktur: Akkusativ-Objekt (was?) + „auf“ + Akkusativ-Objekt (wohin?).
Er schmiert sich jeden Morgen eine dicke Schicht Marmelade aufs Brötchen.
In der Bedeutung „bestechen“ ist „schmieren“ umgangssprachlich und hat eine stark negative Konnotation. Das Objekt des Verbs ist immer die Person, die das Geld oder den Vorteil erhält.
Man munkelt, er habe den Prüfer geschmiert, um den Test zu bestehen.
Wenn „schmieren“ für Schreiben oder Zeichnen verwendet wird, ist es umgangssprachlich und drückt aus, dass dies sehr schnell, unordentlich und kaum leserlich geschieht.
Ich konnte die Notizen nicht lesen, die er auf den Zettel geschmiert hatte.
Diese Bedeutung ist Fachsprache aus der Welt des Theaters und Films. Sie wird verwendet, um übertriebenes und unprofessionelles Schauspiel zu beschreiben und wird außerhalb dieses Kontexts nicht verstanden.
Das Publikum fand, dass der Schauspieler in der letzten Szene fürchterlich geschmiert hat.
„kaufen“ und „schmieren“ können beide im Zusammenhang mit Bestechung stehen. „kaufen“ bedeutet dann, dass man eine Person durch Geld oder Vorteile zu etwas Unehrlichem bringt. „schmieren“ bedeutet ebenfalls bestechen, ist aber umgangssprachlich und deutlich abwertend. Es klingt direkter und härter. In offiziellen oder neutralen Texten passt eher „bestechen“ oder die Beschreibung mit „kaufen“, während „schmieren“ eher in Gesprächen über Korruption vorkommt.

Der Fahrer wollte den Kontrolleur schmieren, aber der lehnte das Geld ab.
Der Zeuge sagt, dass der Politiker mehrere Beamte gekauft hat.