Eine große, schwere Schusswaffe, die typischerweise auf einem Gestell montiert ist und zum Abfeuern von Granaten über weite Distanzen dient. Artilleriegeschütze und Kanonen sind Beispiele dafür.
beispiel
Die Armee brachte schwere Geschütze an der Front in Stellung.
Tipps
Wortfamilie
Das Wort „Geschütz“ ist mit dem Verb „schießen“ verwandt. Die Vorsilbe „Ge-“ bildet hier, wie oft im Deutschen, ein Sammelwort für eine Art von Gegenstand, in diesem Fall für schwere Schusswaffen.
BEISPIEL
Das Museum stellt historische Geschütze aus dem 18. Jahrhundert aus.
Typische Verbindungen
Im militärischen Kontext wird „Geschütz“ oft mit bestimmten Verben verwendet. Typische Kombinationen sind „ein Geschütz abfeuern“, „Geschütze in Stellung bringen“ oder „ein Geschütz auf ein Ziel richten“.
BEISPIEL
Die Soldaten brachten die schweren Geschütze in Stellung.
Feste Wendung
Die Redewendung „schwere Geschütze auffahren“ ist eine feste Einheit. Sie wird immer im Plural („Geschütze“) und mit dem Verb „auffahren“ verwendet, um den Einsatz drastischer Mittel zu beschreiben.
BEISPIEL
Um den Vertrag zu bekommen, musste die Firma schwere Geschütze auffahren.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Geschütz vs Artillerie
„die Artillerie“ und „das Geschütz“ liegen nah beieinander, weil die Artillerie mit schweren Geschützen arbeitet. Trotzdem meinen sie nicht dasselbe. „Das Geschütz“ ist eine einzelne große Schusswaffe oder ein Gerät dieser Art. „Die Artillerie“ meint die Truppengattung oder die Gesamtheit solcher schweren Waffen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil Geschütze zur Artillerie gehören. Wenn man das einzelne Gerät beschreibt, ist „Geschütz“ genauer. Wenn man über die militärische Einheit oder den ganzen Bereich spricht, sagt man „Artillerie“.
Geschütz
Auf dem Foto sieht man ein altes Geschütz mit großen Rädern.
Artillerie
Ida schreibt in ihrem Referat über die Artillerie im Ersten Weltkrieg.