
das Gewissen
Das innere Gefühl eines Menschen dafür, was moralisch richtig oder falsch ist, und die innere Stimme, die sein Verhalten beurteilt.
Mein Gewissen verbietet mir, die Wahrheit zu verschweigen.
Gewissen
das Gewissen, die Gewissen
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Das innere Gefühl eines Menschen dafür, was moralisch richtig oder falsch ist, und die innere Stimme, die sein Verhalten beurteilt.
Mein Gewissen verbietet mir, die Wahrheit zu verschweigen.

Sicher sein, nichts moralisch Falsches getan zu haben und sich deshalb innerlich unbeschwert fühlen.
Nach der Spende hatte sie ein gutes Gewissen.

Das Gefühl haben, etwas Falsches getan oder jemanden verletzt zu haben, und sich deshalb innerlich schuldig fühlen.
Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn angelogen habe.

Jemanden eindringlich dazu auffordern, sein Verhalten zu ändern und moralische Verantwortung zu übernehmen.
Seine Mutter redete ihm ins Gewissen, damit er sich bei seiner Schwester entschuldigte.

So handeln oder entscheiden, wie man es nach ehrlicher Prüfung und mit den eigenen moralischen Überzeugungen für richtig hält.
Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen entschieden.
| Genus | neutral das |
|---|---|
| Plural | die Gewissen |
| Genitiv | des Gewissens |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | das Gewissen | die Gewissen |
| Akkusativ | das Gewissen | die Gewissen |
| Dativ | dem Gewissen | den Gewissen |
| Genitiv | des Gewissens | der Gewissen |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
„Gewissen“ steht häufig mit Verben wie „beruhigen“, „erleichtern“ und „folgen“. Auch die Verbindung „dem Gewissen folgen“ beschreibt eine Entscheidung, bei der die eigene moralische Überzeugung maßgeblich ist.
Mit seiner Entschuldigung konnte er sein Gewissen beruhigen.
Sie folgte ihrem Gewissen und meldete den Fehler.
Die Wendung „ein gutes Gewissen haben“ wird oft nach einer Handlung oder Entscheidung verwendet. Das Adjektiv „gut“ bezieht sich dabei auf das Gewissen, nicht auf die Handlung selbst.
Er hat den gefundenen Geldbeutel bei der Polizei abgegeben und hat jetzt ein gutes Gewissen.
Die Wendung „ein schlechtes Gewissen haben“ wird häufig mit „weil“ oder „nachdem“ begründet. Sie kann sich auf eine konkrete Handlung oder auf eine unterlassene Handlung beziehen.
Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er den Geburtstag seiner Freundin vergessen hatte.
In der Wendung „jemandem ins Gewissen reden“ steht die angesprochene Person im Dativ. „Ins Gewissen“ bezeichnet dabei die feste Richtung der eindringlichen Ermahnung.
Der Trainer redete dem Spieler ins Gewissen, nachdem dieser absichtlich zu spät gekommen war.
„Nach bestem Wissen und Gewissen“ steht häufig bei Verben wie „handeln“, „entscheiden“ und „beurteilen“. Die Wendung signalisiert, dass jemand ehrlich geprüft und ohne absichtliche Täuschung gehandelt hat.
Die Ärztin beurteilte die Situation nach bestem Wissen und Gewissen.