giessen
Pflanzen mit Wasser versorgen.
Im Sommer muss ich meine Balkonblumen jeden Tag gießen.

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Pflanzen mit Wasser versorgen.
Im Sommer muss ich meine Balkonblumen jeden Tag gießen.

Die Schreibweise „giessen“ mit „ss“ ist in der Schweiz üblich. In Deutschland und Österreich schreibt man dieses Wort „gießen“ mit „ß“.
Vergiss bitte nicht, die Blumen zu gießen.
Die Bedeutung von „gießen“ erkennt man leicht am Kontext: Bezieht es sich auf Pflanzen, Getränke, das Wetter oder die Herstellung von Objekten aus Metall?
Der Gärtner goss die jungen Bäume.
Wenn es um Pflanzen geht, sind die häufigsten Objekte „Blumen“, „Pflanzen“, „den Rasen“ oder „den Garten“.
Nach dem Urlaub mussten wir als Erstes den Garten gießen.
Beim Einschenken von Flüssigkeiten folgt oft eine Präpositionalphrase mit „in“ und dem Akkusativ, um das Ziel anzugeben. Zum Beispiel: „etwas in die Tasse gießen“.
Sie goss die heiße Suppe in die Teller.
Um starken Regen zu beschreiben, wird die unpersönliche Form „es gießt“ verwendet. Oft wird dies mit „in Strömen“ oder „wie aus Eimern“ verstärkt.
Nimm einen Schirm mit, es gießt in Strömen!
Diese Bedeutung gehört zur Fachsprache der Metallverarbeitung oder Kunst. Typische Objekte sind „Glocken“, „Figuren“ oder „Statuen“.
In dieser Werkstatt werden traditionell Glocken aus Bronze gegossen.
„giessen“ und „regnen“ können beide Wetter mit Wasser von oben beschreiben. „regnen“ ist das normale Wort dafür, dass Wassertropfen aus den Wolken fallen. „giessen“ benutzt man in diesem Zusammenhang nur bei sehr starkem Regen, meist unpersönlich: „Es gießt.“ Das klingt stärker und etwas bildlicher als „es regnet“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei Regenwetter vorkommen. Für normales Wetter sagt man „es regnet“, für sehr starken Regen sagt man „es gießt“.

Heute gießt es so stark, dass wir lieber zu Hause bleiben.
Am Bahnhof warten viele Leute, weil es seit einer Stunde regnet.