
der Golem
Eine Figur aus der jüdischen Mystik und Sage; ein aus Lehm oder Ton geschaffenes menschenähnliches Wesen, das durch magische Rituale zum Leben erweckt wird.
Die bekannteste Golem-Legende stammt aus dem Prag des 16. Jahrhunderts.
Golem
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Eine Figur aus der jüdischen Mystik und Sage; ein aus Lehm oder Ton geschaffenes menschenähnliches Wesen, das durch magische Rituale zum Leben erweckt wird.
Die bekannteste Golem-Legende stammt aus dem Prag des 16. Jahrhunderts.

Übertragen für eine Person oder eine Entität, die als willenloses, oft ungeschicktes Werkzeug eines anderen handelt oder als seelenlose, rein mechanisch funktionierende Kraft erscheint.
Der Bürokrat handelte wie ein Golem, der nur stur die Vorschriften befolgte.
Das Wort „Golem“ stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „unfertige Masse“ oder „unförmiger Körper“. Es ist tief in der jüdischen Mystik und Folklore verwurzelt, was seine Bedeutung als künstlich geschaffenes Wesen erklärt.
Die Geschichte des Golem hat viele Künstler und Schriftsteller inspiriert.
Die bekannteste Golem-Legende ist untrennbar mit der Stadt Prag und dem Rabbi Löw aus dem 16. Jahrhundert verbunden. In vielen Texten und Erzählungen wird dieser spezifische Kontext erwähnt.
Bei unserem Besuch in Prag haben wir die Spuren der Golem-Sage gesucht.
In der übertragenen Bedeutung beschreibt „Golem“ eine Person oder ein System mit negativer Konnotation. Es betont, dass jemand ohne eigenen Willen, ohne Gefühl oder rein mechanisch handelt.
Er fühlte sich in seinem Job wie ein Golem, der nur Befehle ausführte.
Ein „Roboter“ ist hier eine tatsächlich programmierte Maschine. „Golem“ wird dagegen übertragen für eine willenlose, oft ungeschickte Person oder Kraft gebraucht, die anderen als Werkzeug dient. Für Technik passt „Roboter“, für dieses bildhafte Urteil „Golem“.

Der willenlose Helfer führte jeden Befehl aus und wirkte dabei wie ein Golem.
Der Roboter führt in der Werkstatt automatisch die Befehle des Technikers aus.