grenzen an
Eine gemeinsame geographische Grenze mit einem anderen Gebiet, Land oder Grundstück haben.
Österreich grenzt im Norden an Deutschland.

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Eine gemeinsame geographische Grenze mit einem anderen Gebiet, Land oder Grundstück haben.
Österreich grenzt im Norden an Deutschland.

Das Verb „grenzen“ ist direkt vom Nomen „die Grenze“ abgeleitet. Wer das Nomen kennt, kann die Bedeutung des Verbs leichter erschließen.
Die alte Mauer bildet die Grenze unseres Grundstücks.
Das Verb „grenzen“ wird fast immer mit der Präposition „an“ und dem Akkusativ verwendet. Das Muster lautet: etwas grenzt an etwas (Akkusativ).
Unser Garten grenzt direkt an einen öffentlichen Park.
Ob die wörtliche oder übertragene Bedeutung gemeint ist, erkennt man am Objekt nach „an“. Geografische Orte deuten auf die wörtliche Bedeutung hin, abstrakte Begriffe auf die übertragene.
Polen grenzt an die Ostsee.
In der übertragenen Bedeutung wird „grenzen an“ oft mit starken, abstrakten Nomen kombiniert, um einen extremen Zustand zu beschreiben. Häufig sind „an ein Wunder grenzen“, „an Wahnsinn grenzen“ oder „an Dummheit grenzen“.
Es grenzt an ein Wunder, dass bei dem Sturm niemand verletzt wurde.
„begrenzen“ und „grenzen“ sehen ähnlich aus, werden aber anders benutzt. „begrenzen“ bedeutet, dass etwas eine Grenze bekommt oder dass Menge, Dauer oder Umfang kleiner gehalten werden. Es hat meist ein Akkusativobjekt: Man begrenzt etwas. „grenzen“ steht fast immer mit „an“ und beschreibt, dass ein Land, Grundstück oder Gebiet neben einem anderen liegt. Übertragen kann „grenzen an“ auch heißen, dass etwas einer Eigenschaft sehr nahekommt. Die Verwechslungsgefahr entsteht durch die ähnliche Form. Wichtig ist: „begrenzen“ macht oder setzt eine Grenze, „grenzen an“ beschreibt eine Nachbarschaft oder Nähe.

Unser Garten grenzt direkt an den kleinen Park hinter dem Haus.
Ich begrenze die Zahl der Gäste, damit der Raum nicht zu voll wird.