Das Maß dafür, wie oft etwas in einem bestimmten Zeitraum oder in einer bestimmten Gruppe vorkommt. Es beschreibt, ob ein Ereignis oder Merkmal oft, selten oder regelmäßig auftritt.
beispiel
Die Häufigkeit von Erkältungen nimmt im Winter deutlich zu.
Tipps
Wortaufbau
„Häufigkeit“ ist vom Adjektiv „häufig“ (oft) abgeleitet. Die Endung „-keit“ wird in Deutsch oft verwendet, um aus Adjektiven abstrakte Nomen zu bilden.
BEISPIEL
Die Häufigkeit seiner Besuche überraschte uns.
Satzbau mit Genitiv
Um auszudrücken, wovon die Häufigkeit gemessen wird, steht danach oft ein Nomen im Genitiv oder eine „von“-Konstruktion mit Dativ.
BEISPIEL
Die Studie untersucht die Häufigkeit der Wortnennungen.
Typische Verbindungen
Häufige Formulierungen sind „die Häufigkeit nimmt zu/ab“ oder „in absteigender/zunehmender Häufigkeit“.
BEISPIEL
Mit steigendem Alter nimmt die Häufigkeit von Arztbesuchen zu.
Kontexthinweis
Die statistische Bedeutung erkennt man oft an Signalwörtern wie „absolut“, „relativ“, „Statistik“, „Daten“ oder „Analyse“.
BEISPIEL
Die relative Häufigkeit dieses Ergebnisses liegt bei 15 Prozent.
Vergleichen mit
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Häufigkeit vs Anzahl
„die Anzahl“ und „die Häufigkeit“ hängen beide mit Zahlen zusammen. „Anzahl“ meint, wie viele Dinge oder Personen es gibt. „Häufigkeit“ meint, wie oft etwas vorkommt oder passiert. In der Statistik kann „Häufigkeit“ auch die genaue Zahl der Vorkommen sein, deshalb ist die Verwechslung besonders leicht. Im Alltag hilft diese Regel: „Anzahl“ benutzt man für eine gezählte Menge, „Häufigkeit“ für Wiederholungen oder Auftreten. Die Anzahl der Gäste kann 30 sein, die Häufigkeit der Besuche kann zweimal pro Woche sein.
Häufigkeit
Die Ärztin fragt nach der Häufigkeit der Kopfschmerzen.
Anzahl
Ich notiere die Anzahl der Bücher, die wir für den Kurs brauchen.