
hochkommen
Umgangssprachlich: Nach oben oder an einen höher gelegenen Ort kommen.
Kommst du bitte zu mir in den dritten Stock hoch?
hochkommen – kam hoch – ist hochgekommen
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Umgangssprachlich: Nach oben oder an einen höher gelegenen Ort kommen.
Kommst du bitte zu mir in den dritten Stock hoch?

Umgangssprachlich: Aus einer liegenden, sitzenden oder gebückten Haltung aufstehen.
Ohne Hilfe kam der alte Mann nicht mehr vom Boden hoch.

Umgangssprachlich: Als Erinnerung, Gedanke oder Gefühl wieder ins Bewusstsein treten.
Beim Anblick des alten Hauses kamen Erinnerungen an ihre Kindheit hoch.

Umgangssprachlich: Als Thema, Problem oder bisher verborgene Angelegenheit bekannt oder erneut aktuell werden.
Bei der Prüfung der Unterlagen kamen neue Vorwürfe gegen den Vorstand hoch.

Umgangssprachlich: Sich nach einer Krankheit oder einer schwierigen wirtschaftlichen Lage erholen und wieder zu Kräften oder zu Wohlstand kommen.
Nach der schweren Krankheit ist sie nur langsam wieder hochgekommen.

Umgangssprachlich: Beruflich oder gesellschaftlich aufsteigen und eine bessere Stellung erreichen.
In dieser Firma ist er vom einfachen Verkäufer bis in die Geschäftsleitung hochgekommen.

Umgangssprachlich: Vom Magen zurück in Richtung Mund gelangen, besonders vor oder beim Erbrechen.
Bei der nächsten heftigen Welle kam ihm das Mittagessen wieder hoch.

Umgangssprachlich: Jemand empfindet starken Ekel oder große Abscheu gegenüber etwas.
Wenn ich diese rassistischen Sprüche höre, kommt es mir hoch.
| ich | komme hoch |
|---|---|
| du | kommst hoch |
| er/sie/es | kommt hoch |
| wir | kommen hoch |
| ihr | kommt hoch |
| sie | kommen hoch |
| ich | kam hoch |
|---|---|
| du | kamst hoch |
| er/sie/es | kam hoch |
| wir | kamen hoch |
| ihr | kamt hoch |
| sie | kamen hoch |
| ich | bin hochgekommen |
|---|---|
| du | bist hochgekommen |
| er/sie/es | ist hochgekommen |
| wir | sind hochgekommen |
| ihr | seid hochgekommen |
| sie | sind hochgekommen |
| du | komm hoch! komme hoch! |
|---|---|
| ihr | kommt hoch! |
| Sie | kommen Sie hoch! |
| ich | war hochgekommen |
|---|---|
| du | warst hochgekommen |
| er/sie/es | war hochgekommen |
| wir | waren hochgekommen |
| ihr | wart hochgekommen |
| sie | waren hochgekommen |
| ich | werde hochkommen |
|---|---|
| du | wirst hochkommen |
| er/sie/es | wird hochkommen |
| wir | werden hochkommen |
| ihr | werdet hochkommen |
| sie | werden hochkommen |
| ich | komme hoch |
|---|---|
| du | kommest hoch |
| er/sie/es | komme hoch |
| wir | kommen hoch |
| ihr | kommet hoch |
| sie | kommen hoch |
Für die indirekte Rede.
| ich | käme hoch |
|---|---|
| du | kämest hoch kämst hoch |
| er/sie/es | käme hoch |
| wir | kämen hoch |
| ihr | kämet hoch kämt hoch |
| sie | kämen hoch |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | hochkommen |
|---|---|
| mit zu | hochzukommen |
| Partizip I | hochkommend |
| Partizip II | hochgekommen |
„Hochkommen“ ist ein trennbares Verb aus „hoch“ und „kommen“. Im Hauptsatz steht „hoch“ meist am Satzende, im Nebensatz bleiben beide Teile zusammen; mit „zu“ steht „zu“ zwischen „hoch“ und „kommen“.
Sie kommt heute Abend noch zu uns hoch.
Ich weiß nicht, wann er hochkommt.
Es ist schön, wieder hochzukommen.
Das Verb verbindet die Richtungsangabe „hoch“ mit „kommen“. Diese Grundidee bleibt auch in übertragenen Bedeutungen erkennbar: Etwas gelangt nach oben oder tritt wieder ins Bewusstsein beziehungsweise in den Vordergrund.
Nach langer Zeit kam der alte Streit wieder hoch.
Für die Bedeutung einer Bewegung an einen höher gelegenen Ort stehen häufig Angaben mit „zu“, „in“ oder „auf“. Die abgetrennte Vorsilbe „hoch“ steht im Hauptsatz dabei am Ende.
Komm bitte zu mir hoch, wenn du fertig bist.
Beim Aufstehen aus einer tiefen Position steht „hochkommen“ oft mit Angaben wie „vom Boden“, „aus dem Bett“ oder „aus der Hocke“. Diese Ergänzungen bezeichnen die Ausgangsposition.
Morgens komme ich kaum aus dem Bett hoch.
In dieser übertragenen Bedeutung sind „Erinnerungen“, „Gefühle“, „Bilder“ oder „Gedanken“ häufig das Subjekt von „hochkommen“. Oft wird zusätzlich angegeben, wodurch sie ausgelöst werden.
Durch die Musik kamen bei ihr traurige Erinnerungen hoch.
Bei Themen oder Angelegenheiten, die erneut bekannt werden, stehen häufig „Probleme“, „Vorwürfe“, „Fragen“ oder „alte Konflikte“ als Subjekt. Eine Zeit- oder Situationsangabe zeigt oft, bei welchem Anlass sie hochkommen.
Während der Besprechung kamen mehrere ungelöste Probleme hoch.
Für eine Erholung nach einer Krise wird „hochkommen“ oft mit „wieder“ oder „langsam“ gebraucht. Typische Zusammenhänge sind eine schwere Krankheit, eine persönliche Krise oder finanzielle Schwierigkeiten.
Nach der Operation brauchte er lange, bis er wieder hochkam.
Beim beruflichen oder gesellschaftlichen Aufstieg steht häufig eine Angabe mit „in“ oder „bis in“, die die erreichte Position nennt. Oft wird außerdem der Ausgangspunkt mit „von ... bis ...“ beschrieben.
Sie ist in wenigen Jahren bis in die Abteilungsleitung hochgekommen.
Wenn etwas aus dem Magen in Richtung Mund gelangt, steht die betroffene Person häufig im Dativ. Das Hochkommen kann durch Übelkeit, Bewegung oder eine Krankheit ausgelöst werden.
Nach der rasanten Fahrt kam ihm das Frühstück hoch.
In der Redewendung „jemandem kommt es hoch“ steht die betroffene Person im Dativ, und „es“ bleibt als festes Element erhalten. Die Wendung wird oft durch einen Auslöser mit „wenn“ oder „bei“ ergänzt.
Bei solchen grausamen Bildern kommt es mir hoch.