hold
Ein veraltender, poetischer Ausdruck für anmutig, lieblich oder reizend. Es beschreibt eine Schönheit, die zart und bezaubernd ist.
Im Märchen wird die Prinzessin oft als holde Jungfrau beschrieben.

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Ein veraltender, poetischer Ausdruck für anmutig, lieblich oder reizend. Es beschreibt eine Schönheit, die zart und bezaubernd ist.
Im Märchen wird die Prinzessin oft als holde Jungfrau beschrieben.

„Hold“ ist ein veraltetes und poetisches Wort. Man findet es fast ausschließlich in Märchen, Gedichten oder alten Texten. In der modernen Alltagssprache wird es nicht verwendet.
Der Dichter beschrieb die Landschaft als hold und lieblich.
In seiner poetischen Bedeutung „anmutig“ oder „lieblich“ wird „hold“ meistens mit femininen Nomen oder positiven Eindrücken verbunden. Typisch sind „holde Maid“, „holdes Lächeln“ oder „holde Gestalt“.
Der Prinz verliebte sich sofort in die holde Maid.
Die Wendung „jemandem hold sein“ bedeutet, dass das Schicksal oder eine höhere Macht einer Person wohlgesonnen ist. Die Person, die das Glück hat, steht dabei immer im Dativ.
Das Glück war ihm bei der Prüfung nicht hold.
„hässlich“ und „hold“ stehen im Bereich Aussehen und Wirkung im Gegensatz. „hässlich“ ist ein normales Alltagswort für etwas, das nicht schön aussieht. „hold“ bedeutet lieblich, zart oder reizend, klingt aber heute altmodisch oder poetisch. Deshalb verwendet man „hold“ kaum in normalen Gesprächen, sondern eher in Literatur, Liedern oder bewusst gehobener Sprache. Der Gegensatz ist also klar, aber die Wörter gehören nicht zum gleichen Stil: „hässlich“ ist alltäglich, „hold“ wirkt poetisch.

Im Gedicht beschreibt der Dichter eine holde Gestalt am Fenster.
Nach dem Sturm sah der Garten hässlich und kaputt aus.