der Hunger
Das körperliche Gefühl, das man hat, wenn man essen muss.
Nach der langen Wanderung hatte ich einen riesigen Hunger.

Hunger
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Das körperliche Gefühl, das man hat, wenn man essen muss.
Nach der langen Wanderung hatte ich einen riesigen Hunger.

Das Nomen 'der Hunger' gehört zu einer Wortfamilie mit dem Adjektiv 'hungrig' (das Gefühl beschreibend) und dem Verb 'hungern' (den Zustand des Hungerns erleiden).
Nach einem langen Tag war er sehr hungrig.
Um das körperliche Gefühl auszudrücken, verwendet man die feste Verbindung 'Hunger haben'. Eine Person 'hat' Hunger, sie 'ist' nicht Hunger.
Ich habe seit dem Frühstück nichts gegessen und habe jetzt großen Hunger.
Wenn 'Hunger' ein starkes Verlangen beschreibt, wird es fast immer mit der Präposition 'nach' und einem Nomen im Dativ verwendet. Dieses Muster zeigt, worauf sich das Verlangen richtet.
Er hat einen unstillbaren Hunger nach neuem Wissen.
In der Bedeutung 'Hungersnot' wird 'Hunger' oft ohne Artikel oder im Zusammenhang mit geografischen Regionen oder Krisen verwendet. Es beschreibt dann ein gesellschaftliches Problem, kein persönliches Gefühl.
Viele Organisationen kämpfen gegen den Hunger in der Welt.
„der Hunger“ und „die Sehnsucht“ können beide ein starkes Verlangen ausdrücken. „Hunger“ klingt in dieser Bedeutung oft aktiv und stark, zum Beispiel ein Hunger nach Wissen oder Erfolg. „Sehnsucht“ ist meist persönlicher und emotionaler. Sie passt, wenn etwas oder jemand fern, verloren oder schwer erreichbar ist. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide mehr als ein normales Wünschen ausdrücken. Als Orientierung: „Hunger nach“ passt eher zu Zielen und Dingen, die man erreichen will. „Sehnsucht nach“ passt eher zu Menschen, Orten oder einem Zustand, den man vermisst.

Nach dem ersten Erfolg wurde sein Hunger nach Anerkennung noch größer.
Im Winter hat Lisa oft Sehnsucht nach dem Meer.