Ein spirituelles Konzept aus dem Hinduismus und Buddhismus, wonach jede Handlung unweigerlich eine Folge hat, die sich auf das gegenwärtige oder ein zukünftiges Leben auswirkt. Gute Taten führen zu gutem Karma, schlechte zu schlechtem.
beispiel
Er glaubt fest daran, dass sein Pech eine Folge von schlechtem Karma ist.
Tipps
Typische Verbindungen
„Karma“ wird fast immer mit den Adjektiven „gut“ oder „schlecht“ kombiniert, um die Qualität der Taten und ihrer Folgen zu beschreiben. Man spricht oft davon, „gutes Karma“ zu haben oder zu sammeln.
BEISPIEL
Wenn du anderen hilfst, sammelst du gutes Karma.
Herkunft des Wortes
„Karma“ ist ein Lehnwort aus dem Sanskrit, der altindischen Gelehrtensprache. Das Wissen um seine Herkunft aus dem Hinduismus und Buddhismus hilft, die ursprüngliche spirituelle Bedeutung zu verstehen.
BEISPIEL
Das Konzept des Karma spielt in vielen östlichen Religionen eine zentrale Rolle.
Umgangssprachliche Nutzung
In der Alltagssprache wird „Karma“ oft für eine sofortige, ausgleichende Gerechtigkeit verwendet. Es beschreibt eine schnelle, oft ironische Folge auf eine gute oder schlechte Tat.
BEISPIEL
Er hat sich im Bus vorgedrängelt und dann seine Bahn verpasst – das ist Karma!
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Karma vs Folge
„die Folge“ und „das Karma“ können beide ausdrücken, dass eine Handlung später eine Wirkung hat. „die Folge“ ist dabei neutral und passt in sehr viele Situationen: Ein Fehler, eine Entscheidung oder ein Ereignis hat eine Folge. „das Karma“ hat einen spirituellen Hintergrund oder wird umgangssprachlich benutzt, wenn man meint, dass gutes oder schlechtes Verhalten irgendwann zurückkommt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Konsequenzen zu tun haben. Praktisch gilt: Für eine normale Ursache-Wirkung-Beziehung ist „die Folge“ genauer. „Karma“ klingt persönlicher, moralischer oder scherzhaft.
Karma
Tom sagt, das sei Karma, weil sein Kollege gestern selbst so unfreundlich war.
Folge
Eine Folge des starken Regens war, dass viele Züge später kamen.