
kaum
Bedeutet 'fast nicht' oder 'nur sehr wenig'. Es drückt eine starke Einschränkung oder eine sehr geringe Menge aus.
Ich habe letzte Nacht kaum geschlafen.
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Bedeutet 'fast nicht' oder 'nur sehr wenig'. Es drückt eine starke Einschränkung oder eine sehr geringe Menge aus.
Ich habe letzte Nacht kaum geschlafen.

Bedeutet 'gerade erst' oder 'kurz nachdem'. Es beschreibt, dass eine Handlung unmittelbar auf eine andere folgt.
Kaum war er zur Tür hinaus, fing es an zu regnen.

Eine feste Wendung, um starke Zweifel, Unglauben oder eine klare Verneinung auszudrücken.
Du glaubst doch wohl kaum, dass ich dir das abkaufe.
Wenn „kaum“ am Satzanfang steht, folgt direkt danach das Verb (Inversion). Diese Satzstellung betont die Aussage stark.
Kaum hatte ich das Haus verlassen, da rief mein Chef an.
In der Bedeutung „gerade erst“ wird „kaum“ oft in einer zweiteiligen Struktur verwendet: Der erste Satzteil beginnt mit „kaum“, der zweite mit „als“ oder „da“.
Kaum saßen wir im Zug, als er auch schon losfuhr.
In der Bedeutung „fast nicht“ steht „kaum“ oft in festen Wendungen wie „etwas kaum erwarten können“, „kaum zu glauben sein“ oder „sich kaum halten können“.
Ich kann es kaum erwarten, dich wiederzusehen.
Die Wendung „wohl kaum“ drückt starken Zweifel oder eine höfliche, aber bestimmte Ablehnung aus. Sie wird oft als ironische oder skeptische Antwort verwendet.
Er wird pünktlich sein? Das glaube ich wohl kaum.
Gerade zeigt, dass eine Handlung jetzt oder erst vor einem sehr kurzen Augenblick stattfindet. Kaum verbindet dagegen zwei Handlungen und betont, dass die zweite unmittelbar nach der ersten folgt. Für diese schnelle Abfolge passt daher kaum besser.

Kaum war ich am Bahnhof angekommen, fuhr der Zug ein.
Ich bin gerade am Bahnhof angekommen.