Ein Zustand der persönlichen Unfreiheit und Abhängigkeit, in dem eine Person gezwungen ist, für einen Herrn zu arbeiten; Sklaverei oder Leibeigenschaft.
beispiel
Viele Menschen lebten jahrhundertelang in Knechtschaft, bevor die Leibeigenschaft abgeschafft wurde.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich zusammen aus „der Knecht“ (ein historischer Begriff für einen Diener oder Arbeiter) und der Nachsilbe „-schaft“. Die Endung „-schaft“ bildet abstrakte Nomen, die einen Zustand oder eine Gemeinschaft beschreiben.
BEISPIEL
Die Abschaffung der Knechtschaft war ein wichtiger historischer Schritt.
Typische Verbindungen
„Knechtschaft“ wird oft mit Verben verwendet, die einen Zustand beschreiben oder verändern. Typische Formulierungen sind „in Knechtschaft leben“, „in die Knechtschaft geraten“ oder „sich aus der Knechtschaft befreien“.
BEISPIEL
Sie kämpften für ihre Befreiung aus der Knechtschaft.
Register und Stil
Dieses Wort hat eine sehr starke, negative Bedeutung und wird hauptsächlich in historischen, politischen oder literarischen Kontexten verwendet. Im Alltag ist es unüblich.
BEISPIEL
Der Roman beschreibt das Leben der Bauern in tiefer Knechtschaft.
Vergleichen mit
antonym
Knechtschaft vs Freiheit
„die Freiheit“ und „die Knechtschaft“ stehen in einem klaren Gegensatz. „Freiheit“ meint hier den Zustand, in dem eine Person nicht gefangen ist und sich selbst bewegen oder entscheiden kann. „Knechtschaft“ meint dagegen persönliche Unfreiheit und starke Abhängigkeit, oft mit Zwangsarbeit für einen Herrn. „Freiheit“ ist ein allgemeines und auch heute sehr normales Wort. „Knechtschaft“ klingt eher historisch, religiös oder gehoben und wird selten für normale Alltagssituationen benutzt.
Knechtschaft
Der Roman erzählt von Menschen, die aus der Knechtschaft fliehen.
Freiheit
Nach vielen Jahren im Gefängnis genießt er seine Freiheit.