der Krämer
Eine historische oder heute oft abwertende Bezeichnung für einen kleinen Einzelhändler, der in seinem Laden verschiedenste Waren des täglichen Bedarfs verkauft.
Früher kaufte man Zucker und Mehl noch lose beim Krämer um die Ecke.

Krämer
Loading your saved state.
Eine historische oder heute oft abwertende Bezeichnung für einen kleinen Einzelhändler, der in seinem Laden verschiedenste Waren des täglichen Bedarfs verkauft.
Früher kaufte man Zucker und Mehl noch lose beim Krämer um die Ecke.

Das Wort „Krämer“ leitet sich von „der Kram“ ab, was umgangssprachlich für verschiedene kleine Dinge oder Zeug steht. Ein Krämer war also ursprünglich jemand, der mit solchem Kram handelte.
Auf dem Dachboden meiner Oma liegt noch eine Menge alter Kram.
Ob der Händler oder eine Charaktereigenschaft gemeint ist, zeigt der Satz. Spricht man über Geschichte oder alte Läden, ist der Händler gemeint. Beschreibt man das Verhalten einer Person als kleinlich, ist die übertragene Bedeutung gemeint.
Der Krämer wog die Bonbons einzeln ab.
Als Berufsbezeichnung ist „Krämer“ heute veraltet. Man verwendet das Wort, wenn man über kleine, altmodische Läden aus der Vergangenheit spricht, die oft „Krämerladen“ genannt wurden.
Im Museum wurde ein alter Krämerladen aus dem 19. Jahrhundert nachgebaut.
Im übertragenen Sinn wird „Krämer“ als Schimpfwort für eine kleinliche, geizige oder übertrieben berechnende Person verwendet. Der Ton ist dabei immer negativ und kritisch.
Er streitet wegen ein paar Cent – was für ein Krämer!
„Händler“ und „Krämer“ können beide eine Person meinen, die Waren verkauft. „Händler“ ist das normale und neutrale Wort. Es passt für kleine und große Geschäfte, auch für Firmen. „Krämer“ klingt heute altmodisch und oft negativ. Es meint eher einen kleinen Ladenbesitzer, der viele einfache Dinge für den Alltag verkauft. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide Verkäufer bezeichnen. Im heutigen Deutsch ist „Händler“ fast immer die sicherere Wahl, während „Krämer“ nur in besonderen oder bewusst alten Kontexten natürlich klingt.

Im alten Dorf kaufte man Seife, Mehl und Kerzen beim Krämer.
Der Händler bietet gebrauchte Fahrräder an und gibt ein Jahr Garantie.