Das materielle (z.B. Bauten, Kunstwerke) oder immaterielle (z.B. Bräuche, Sprachen) Erbe einer Gesellschaft, das von früheren Generationen übernommen und als wertvoll für die Bewahrung für die Zukunft erachtet wird.
beispiel
Die Altstadt von Bamberg gehört als herausragendes Beispiel für eine frühmittelalterliche Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine Zusammensetzung aus „die Kultur“ und „das Erbe“. Es beschreibt also wörtlich das, was eine Kultur von früheren Generationen erbt und bewahrt.
BEISPIEL
Der Schutz des nationalen Kulturerbes ist eine wichtige staatliche Aufgabe.
Typische Verbindungen
Häufige Formulierungen sind „zum Kulturerbe gehören“ oder „etwas als Kulturerbe schützen“. Eine sehr feste Verbindung ist auch „UNESCO-Weltkulturerbe“.
BEISPIEL
Die historischen Speicher der Stadt gehören zum Kulturerbe.
Materielle & Immaterielle Güter
Man unterscheidet oft zwischen „materiellem Kulturerbe“ (z. B. Gebäude, Kunstwerke) und „immateriellem Kulturerbe“ (z. B. Bräuche, Tänze, Sprachen).
BEISPIEL
Auch traditionelle Handwerkstechniken sind ein Teil des immateriellen Kulturerbes.
Vergleichen mit
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Kulturerbe vs Tradition
„die Tradition“ und „das Kulturerbe“ haben beide mit Dingen zu tun, die aus der Vergangenheit kommen und weitergegeben werden. Eine Tradition ist meist ein bestimmter Brauch oder eine bestimmte Gewohnheit, zum Beispiel ein Fest oder eine Art zu feiern. Das Kulturerbe ist weiter und oft offizieller: Dazu gehören auch Gebäude, Kunstwerke, Sprachen oder Bräuche, die für eine Gesellschaft wichtig sind. Man kann sie verwechseln, weil Traditionen Teil des Kulturerbes sein können. Für eine einzelne Sitte klingt „Tradition“ natürlicher. Für etwas, das eine ganze Kultur bewahren möchte, passt „Kulturerbe“ besser.
Kulturerbe
Die Stadt schützt die alten Häuser, weil sie zum Kulturerbe der Region gehören.
Tradition
Zum Geburtstag singt die Familie immer dasselbe Lied, denn das ist eine alte Tradition.