der Kurfürst
Ein historischer Titel für einen der ranghöchsten Fürsten im Heiligen Römischen Reich, der das Recht hatte, den römisch-deutschen König und Kaiser zu wählen.
August der Starke war Kurfürst von Sachsen und später auch König von Polen.

Kurfürst
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Ein historischer Titel für einen der ranghöchsten Fürsten im Heiligen Römischen Reich, der das Recht hatte, den römisch-deutschen König und Kaiser zu wählen.
August der Starke war Kurfürst von Sachsen und später auch König von Polen.

Das Wort setzt sich zusammen aus „Kur“ und „Fürst“. „Kur“ ist ein altes Wort für „Wahl“ (vom Verb „küren“). Ein Kurfürst war also wörtlich ein „Wahlfürst“, der den Kaiser wählen durfte.
Die Fürsten kürten den neuen König.
„Kurfürst“ ist ein rein historischer Titel, der heute nicht mehr verwendet wird. Er ist fest mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches (ca. 962–1806) verbunden.
Im Geschichtsunterricht lernen wir über die Rolle der Kurfürsten.
Der Titel wird fast immer in der Form „Kurfürst von [Region]“ verwendet, um die Herrschaft des Fürsten zu benennen.
Der Kurfürst von Brandenburg hatte großen politischen Einfluss.
„Herzog“ und „Kurfürst“ sind beide historische Adelstitel und können deshalb leicht verwechselt werden. Ein „Herzog“ war der Herrscher eines Herzogtums und stand im Rang unter einem König. Ein „Kurfürst“ war im Heiligen Römischen Reich ein besonders wichtiger Fürst, weil er den König beziehungsweise Kaiser mitwählen durfte. Beide Wörter passen vor allem in geschichtliche Texte. Der wichtige Unterschied ist also: „Herzog“ beschreibt einen hohen Adelstitel, „Kurfürst“ zusätzlich ein besonderes Wahlrecht.

Im Kurs lernen wir, dass ein Kurfürst an der Wahl des Kaisers beteiligt war.
Sie liest im Zug einen Text über einen Herzog, der im Mittelalter ein großes Gebiet regierte.