Eine kurze, erzählende Prosadichtung, die sich oft auf einen einzigen, entscheidenden Ausschnitt aus dem Leben einer Figur konzentriert und meist einen offenen Schluss hat.
beispiel
Im Deutschunterricht haben wir eine Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert analysiert.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist sehr logisch aufgebaut: Es besteht aus dem Adjektiv „kurz“ und dem Nomen „die Geschichte“. Eine Kurzgeschichte ist also wörtlich eine „kurze Geschichte“.
BEISPIEL
Er liest gerne Kurzgeschichten, weil er nicht so viel Zeit hat.
Typische Verbindungen
Als literarischer Text wird „Kurzgeschichte“ oft mit Verben wie „lesen“, „schreiben“, „analysieren“ oder „interpretieren“ verwendet. Diese Kombinationen sind besonders im schulischen Kontext häufig.
BEISPIEL
Die Schüler müssen eine Kurzgeschichte interpretieren.
Literarisches Merkmal
Als literarische Gattung hat die Kurzgeschichte oft typische Merkmale. Dazu gehören ein direkter Einstieg in die Handlung ohne lange Einleitung und ein offenes Ende, das den Leser zum Nachdenken anregt.
BEISPIEL
Das offene Ende dieser Kurzgeschichte hat mich sehr beschäftigt.
Vergleichen mit
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Kurzgeschichte vs Geschichte
„die Geschichte“ und „die Kurzgeschichte“ gehören beide zum Erzählen. „Geschichte“ ist aber ein sehr allgemeines Wort: Es kann eine Erzählung im Alltag, in einem Buch oder für Kinder sein. „Kurzgeschichte“ ist genauer und meint eine bestimmte literarische Form. Sie ist kurz, konzentriert sich oft auf einen wichtigen Moment und hat manchmal ein offenes Ende. Lernende können die Wörter verwechseln, weil eine Kurzgeschichte natürlich auch eine Geschichte ist. Aber nicht jede Geschichte ist eine Kurzgeschichte. Für Alltagserzählungen sagt man meistens „Geschichte“. Im Unterricht oder in der Literatur passt „Kurzgeschichte“ besser.
Kurzgeschichte
In der Bibliothek sucht ihr heute eine Kurzgeschichte für den Deutschkurs.
Geschichte
In der Pause erzählt Paul eine Geschichte über seine Reise nach Italien.