die Melancholie
Ein Zustand tiefer, nachdenklicher Traurigkeit oder Schwermut, der oft als andauernd und ohne einen klar erkennbaren Grund empfunden wird.
An regnerischen Herbsttagen überkommt ihn oft eine leise Melancholie.

Melancholie
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Ein Zustand tiefer, nachdenklicher Traurigkeit oder Schwermut, der oft als andauernd und ohne einen klar erkennbaren Grund empfunden wird.
An regnerischen Herbsttagen überkommt ihn oft eine leise Melancholie.

„Melancholie“ ist ein gehobenes, oft literarisches oder psychologisches Wort. Es beschreibt eine tiefere, nachdenklichere und oft als ästhetisch empfundene Traurigkeit, nicht nur einfaches Traurigsein.
Die schwarz-weiß Fotografien waren von einer tiefen Melancholie geprägt.
Das zugehörige Adjektiv ist „melancholisch“. Man kann also von „der Melancholie“ sprechen oder sagen, dass eine Person, eine Stimmung oder ein Kunstwerk „melancholisch“ ist.
Er hörte melancholische Musik und blickte aus dem Fenster.
„Melancholie“ wird oft in festen Wendungen verwendet. Typisch sind „in Melancholie verfallen“, „von Melancholie erfasst werden“ oder Adjektive wie „eine leise/tiefe/süße Melancholie“.
Nach dem Ende des Sommers verfiel er oft in eine leichte Melancholie.
Eine typische, etwas poetische Konstruktion ist „jemanden überkommt die Melancholie“. Hier ist das Gefühl das aktive Subjekt, das über eine Person kommt.
Immer wenn es neblig wurde, überkam ihn die Melancholie.
„die Trauer“ und „die Melancholie“ beschreiben beide eine Form von tiefer Traurigkeit. „Trauer“ passt besonders, wenn es einen klaren schweren Verlust gibt, zum Beispiel den Tod eines Menschen. Das Gefühl ist dann oft sehr stark und persönlich. „Melancholie“ klingt eher nach einer stillen, nachdenklichen Traurigkeit, die länger dauern kann und nicht immer einen klaren Grund hat. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide traurig wirken. Praktisch gilt: Bei Verlust und Abschied sagt man eher „Trauer“, bei ruhiger, unklarer Schwermut eher „Melancholie“.

An grauen Sonntagen spürt sie oft eine leise Melancholie.
Nach dem Tod ihres Vaters war die Trauer in der Familie sehr groß.