
nachempfinden
Die Gefühle, Gedanken oder die Situation einer anderen Person verstehen und innerlich miterleben. Es bedeutet, sich in jemanden hineinzuversetzen und Mitgefühl zu zeigen.
Ich kann deine Enttäuschung gut nachempfinden.
nachempfinden – empfand nach – hat nachempfunden
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Die Gefühle, Gedanken oder die Situation einer anderen Person verstehen und innerlich miterleben. Es bedeutet, sich in jemanden hineinzuversetzen und Mitgefühl zu zeigen.
Ich kann deine Enttäuschung gut nachempfinden.

Sich einen vergangenen Zustand, ein Ereignis oder einen Prozess vorstellen und versuchen, ihn gedanklich oder experimentell nachzuvollziehen. Es geht darum, eine Erfahrung zu rekonstruieren.
Historiker versuchen, das Leben der Menschen im Mittelalter nachzuempfinden.
| ich | empfinde nach |
|---|---|
| du | empfindest nach |
| er/sie/es | empfindet nach |
| wir | empfinden nach |
| ihr | empfindet nach |
| sie | empfinden nach |
| ich | empfand nach |
|---|---|
| du | empfandest nach empfandst nach |
| er/sie/es | empfand nach |
| wir | empfanden nach |
| ihr | empfandet nach |
| sie | empfanden nach |
| ich | habe nachempfunden |
|---|---|
| du | hast nachempfunden |
| er/sie/es | hat nachempfunden |
| wir | haben nachempfunden |
| ihr | habt nachempfunden |
| sie | haben nachempfunden |
| du | empfind nach! empfinde nach! |
|---|---|
| ihr | empfindet nach! |
| Sie | empfinden Sie nach! |
| ich | hatte nachempfunden |
|---|---|
| du | hattest nachempfunden |
| er/sie/es | hatte nachempfunden |
| wir | hatten nachempfunden |
| ihr | hattet nachempfunden |
| sie | hatten nachempfunden |
| ich | werde nachempfinden |
|---|---|
| du | wirst nachempfinden |
| er/sie/es | wird nachempfinden |
| wir | werden nachempfinden |
| ihr | werdet nachempfinden |
| sie | werden nachempfinden |
| ich | empfinde nach |
|---|---|
| du | empfindest nach |
| er/sie/es | empfinde nach |
| wir | empfinden nach |
| ihr | empfindet nach |
| sie | empfinden nach |
Für die indirekte Rede.
| ich | empfände nach |
|---|---|
| du | empfändest nach |
| er/sie/es | empfände nach |
| wir | empfänden nach |
| ihr | empfändet nach |
| sie | empfänden nach |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | nachempfinden |
|---|---|
| mit zu | nachzuempfinden |
| Partizip I | nachempfindend |
| Partizip II | nachempfunden |
„Nachempfinden“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „nach-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Ich empfinde seine Situation genau nach.
Das Verb basiert auf „empfinden“ (fühlen, spüren). Die Vorsilbe „nach-“ fügt die Idee hinzu, ein Gefühl oder eine Erfahrung „hinterher“ oder „noch einmal“ zu fühlen, also es sich vorzustellen und mitzufühlen.
Er kann die Freude des Gewinners gut nachempfinden.
Das Verb braucht ein Akkusativobjekt. Dieses Objekt ist meist ein Gefühl (z.B. Freude, Trauer, Angst) oder eine Situation. Alternativ kann auch ein Nebensatz mit „wie“ oder „warum“ folgen.
Ich kann deine Enttäuschung vollkommen nachempfinden.
In dieser selteneren Bedeutung erkennen Sie den Kontext an den Objekten. Es geht nicht um persönliche Gefühle, sondern um historische oder abstrakte Dinge wie „das Leben in einer Epoche“, „ein historisches Ereignis“ oder „einen wissenschaftlichen Prozess“.
Im Museum kann man die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts nachempfinden.
Nachvollziehen und nachempfinden können beide zeigen, dass man die Lage einer anderen Person versteht. Nachvollziehen ist breiter und kann vor allem gedankliches Verstehen meinen; nachempfinden betont stärker das innere Miterleben und Mitgefühl. Bei ähnlichen eigenen Erfahrungen passt nachempfinden, sonst oft nachvollziehen.

Ich kann ihre Angst nachempfinden, weil ich etwas Ähnliches erlebt habe.
Ich kann ihre Angst nachvollziehen, auch wenn ich sie selbst nicht erlebt habe.