nachempfinden
Die Gefühle, Gedanken oder die Situation einer anderen Person verstehen und innerlich miterleben. Es bedeutet, sich in jemanden hineinzuversetzen und Mitgefühl zu zeigen.
Ich kann deine Enttäuschung gut nachempfinden.

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Die Gefühle, Gedanken oder die Situation einer anderen Person verstehen und innerlich miterleben. Es bedeutet, sich in jemanden hineinzuversetzen und Mitgefühl zu zeigen.
Ich kann deine Enttäuschung gut nachempfinden.

„Nachempfinden“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „nach-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Ich empfinde seine Situation genau nach.
Das Verb basiert auf „empfinden“ (fühlen, spüren). Die Vorsilbe „nach-“ fügt die Idee hinzu, ein Gefühl oder eine Erfahrung „hinterher“ oder „noch einmal“ zu fühlen, also es sich vorzustellen und mitzufühlen.
Er kann die Freude des Gewinners gut nachempfinden.
Das Verb braucht ein Akkusativobjekt. Dieses Objekt ist meist ein Gefühl (z.B. Freude, Trauer, Angst) oder eine Situation. Alternativ kann auch ein Nebensatz mit „wie“ oder „warum“ folgen.
Ich kann deine Enttäuschung vollkommen nachempfinden.
In dieser selteneren Bedeutung erkennen Sie den Kontext an den Objekten. Es geht nicht um persönliche Gefühle, sondern um historische oder abstrakte Dinge wie „das Leben in einer Epoche“, „ein historisches Ereignis“ oder „einen wissenschaftlichen Prozess“.
Im Museum kann man die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts nachempfinden.
„verstehen“ und „nachempfinden“ können beide bedeuten, dass man die Gefühle oder das Verhalten einer Person nachvollzieht. „verstehen“ ist allgemeiner: Man kann eine Entscheidung logisch verstehen oder für jemanden Verständnis haben. „nachempfinden“ geht stärker nach innen. Man versucht, die Gefühle einer anderen Person mitzufühlen und sich in ihre Lage hineinzuversetzen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei Gefühlen passen. Wenn es nur um den Grund einer Handlung geht, reicht „verstehen“. Wenn das innere Gefühl wichtig ist, ist „nachempfinden“ genauer.

Nach ihrem Bericht konnte ich ihre Angst gut nachempfinden.
Ich verstehe, dass mein Freund vor dem Gespräch nervös ist.