
jemandem etwas nachsagen
Über eine Person behaupten, dass sie eine bestimmte (oft negative) Eigenschaft oder ein bestimmtes Verhalten hat. Diese Behauptung basiert häufig auf Gerüchten.
Man sagt ihm nach, dass er sehr geizig sei.
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Über eine Person behaupten, dass sie eine bestimmte (oft negative) Eigenschaft oder ein bestimmtes Verhalten hat. Diese Behauptung basiert häufig auf Gerüchten.
Man sagt ihm nach, dass er sehr geizig sei.

Wörter oder Sätze wiederholen, die jemand anderes vorgesprochen hat. Dies geschieht oft beim Sprachenlernen oder wenn Kinder sprechen lernen.
Der Papagei kann ganze Sätze nachsagen.
„Nachsagen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „nach-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Man sagt ihr eine große Begabung nach.
Die beiden Bedeutungen lassen sich gut an der Satzstruktur unterscheiden. Steht eine Person im Dativ (z.B. „ihm“, „der Kollegin“), geht es um ein Gerücht. Fehlt diese Angabe, ist meist das Wiederholen von Wörtern gemeint.
Man sagt dem neuen Chef nach, er sei sehr streng. (Gerücht)
Wenn man über eine Person ein Gerücht verbreitet, steht diese Person immer im Dativ. Die Eigenschaft oder das Verhalten, das behauptet wird, steht im Akkusativ oder in einem „dass“-Satz.
Man sagt ihm (Dativ) eine gewisse Sturheit (Akkusativ) nach.
In der Bedeutung „wiederholen“ wird das Verb oft im Kontext des Lernens verwendet. Typische Objekte sind „Wörter“, „Sätze“ oder „Laute“.
Im Sprachkurs müssen wir die neuen Vokabeln nachsagen.
Beide Wörter können einer Person eine negative Eigenschaft oder ein Verhalten zuschreiben. „Unterstellen“ bezeichnet eher den kritischen Vorwurf des Sprechers, während „nachsagen“ oft eine Behauptung meint, die als Gerücht oder allgemein verbreitete Meinung weitergegeben wird. Wähle das Wort nach der Quelle und Verbreitung der Aussage.

Im Dorf sagt man ihr nach, dass sie sehr geizig sei.
Ich unterstelle ihm nicht, dass er unehrlich ist, nur weil er sich geirrt hat.