
zur Neige gehen
Fast aufgebraucht sein; kurz vor dem Ende stehen. Wird für Vorräte, Ressourcen oder auch Zeit verwendet.
Unsere Geduld geht langsam zur Neige.
Neige
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Fast aufgebraucht sein; kurz vor dem Ende stehen. Wird für Vorräte, Ressourcen oder auch Zeit verwendet.
Unsere Geduld geht langsam zur Neige.

Eine Neigung oder Schräglage; das Senken oder Beugen. Diese Bedeutung ist veraltet und wird fast nur noch in literarischer Sprache verwendet.
Mit einer kaum merklichen Neige des Kopfes signalisierte er seine Zustimmung.
Das Nomen „die Neige“ ist mit dem Verb „neigen“ verwandt, was „kippen“ oder „sich beugen“ bedeutet. Die Wendung „zur Neige gehen“ beschreibt bildlich, wie der Inhalt einer Flasche zu Ende geht, wenn man sie neigt.
Er neigte die Flasche, um den letzten Rest Wein einzuschenken.
Im modernen Deutsch wird „Neige“ fast ausschließlich in der festen Wendung „zur Neige gehen“ oder „sich dem Ende zuneigen“ verwendet. Das Wort allein kommt kaum noch vor.
Der Winter geht langsam zur Neige und der Frühling beginnt.
Die Wendung „zur Neige gehen“ wird oft für abstrakte Dinge wie „Geduld“, „Zeit“ oder „Kraft“ verwendet, aber auch für konkrete Vorräte wie „Geld“, „Essen“ oder „Wein“.
Nach dem langen Marsch gingen seine Kräfte zur Neige.
Die Bedeutung „Neigung“ oder „Senkung“ ist veraltet und wird nur noch in sehr gehobener oder literarischer Sprache verwendet. Im Alltag solltest du diese Bedeutung nicht benutzen.
In dem historischen Roman erwiderte sie seinen Gruß mit einer leichten Neige des Hauptes.
Neigung und Neige können beide eine schräge Lage bezeichnen. Neigung ist dafür das normale Wort im heutigen Standarddeutsch; Neige ist in dieser Bedeutung veraltet und erscheint fast nur noch in literarischer Sprache. Im Alltag passt daher meist Neigung.

Der Dichter beschreibt die sanfte Neige des alten Daches.
Der Handwerker prüft die Neigung des alten Daches.