Jemandem als Pflicht oder Aufgabe zufallen; in jemandes Verantwortungsbereich liegen. Das Verb wird meist unpersönlich mit „es“ und einem Dativobjekt verwendet.
beispiel
Es obliegt dem Gericht, über die Schuld des Angeklagten zu entscheiden.
Tipps
Feste Satzstruktur
Dieses Verb wird fast immer unpersönlich mit „es“ verwendet. Die Person oder Institution, die die Pflicht hat, steht im Dativ, gefolgt von einem Infinitivsatz mit „zu“.
BEISPIEL
Es obliegt den Eltern, für ihre Kinder zu sorgen.
Verwendung mit Dativ
Die verantwortliche Person oder Institution steht bei „obliegen“ immer im Dativ. Dies ist eine feste grammatische Regel für dieses Verb.
BEISPIEL
Dem Management obliegt die Entscheidung über neue Projekte.
Formeller Sprachstil
„Obliegen“ ist ein Wort der Amts- und Formalsprache. Man findet es in Verträgen, Gesetzen oder offiziellen Mitteilungen, aber so gut wie nie in der alltäglichen Umgangssprache.
BEISPIEL
Laut Vertrag obliegt es dem Mieter, die Wohnung in gutem Zustand zu halten.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
obliegen vs zukommen
„zukommen“ und „obliegen“ können beide ausdrücken, dass etwas in den Bereich einer Person fällt. „jemandem etwas zukommen“ ist breiter: Es kann um ein Recht, eine Rolle oder etwas Angemessenes gehen. „jemandem obliegen“ benutzt man vor allem bei Pflichten, Aufgaben und Verantwortung. Es klingt sehr formell und steht oft in Texten von Behörden, Verträgen oder Regeln. Die Verwechslung entsteht, weil beide mit Dativ stehen können. Wenn es um eine Pflicht geht, passt „obliegen“ genauer; wenn es um ein Recht oder eine Zuständigkeit geht, passt oft „zukommen“.
obliegen
Die Kontrolle der Geräte obliegt dem Hausmeister.
zukommen
Die letzte Entscheidung kommt der Leitung des Projekts zu.