ohnmächtig
Den Zustand beschreibend, in dem man das Bewusstsein verloren hat; bewusstlos.
Wegen der großen Hitze und der stickigen Luft wurde er plötzlich ohnmächtig.

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Den Zustand beschreibend, in dem man das Bewusstsein verloren hat; bewusstlos.
Wegen der großen Hitze und der stickigen Luft wurde er plötzlich ohnmächtig.

Das Wort setzt sich aus „ohn“ (eine alte Form von „ohne“) und „Macht“ zusammen. Es bedeutet also wörtlich „ohne Macht“, was beide Bedeutungen erklärt: den Verlust der Macht über den Körper (bewusstlos) und das Gefühl, keine Macht über eine Situation zu haben.
Ohne Wasser in der Wüste fühlte er sich bald ohnmächtig.
Der Kontext macht klar, welche Bedeutung gemeint ist. Geht es um einen körperlichen Zustand (Hitze, Schock), ist Bewusstlosigkeit gemeint. Geht es um eine unkontrollierbare Situation, ist das Gefühl der Hilflosigkeit gemeint.
Der Läufer brach im Ziel ohnmächtig zusammen.
Im Zusammenhang mit Bewusstlosigkeit wird „ohnmächtig“ fast immer mit dem Verb „werden“ verwendet, um den Moment des Kollapses zu beschreiben. Der Zustand wird mit „sein“ beschrieben.
Als sie die schlechte Nachricht hörte, ist sie ohnmächtig geworden.
In der übertragenen Bedeutung „hilflos“ steht „ohnmächtig“ oft mit dem Verb „sich fühlen“. Auch die Wendung „ohnmächtig zusehen müssen“ ist sehr gebräuchlich.
Angesichts der Bürokratie fühlte er sich völlig ohnmächtig.
„wach“ und „ohnmächtig“ stehen sich gegenüber, wenn es um das Bewusstsein geht. Wer wach ist, schläft nicht und kann seine Umgebung wahrnehmen. Wer ohnmächtig ist, hat das Bewusstsein verloren und reagiert nicht normal. „wach“ kann auch aufmerksam bedeuten, aber in diesem Gegensatz ist der körperliche Zustand wichtig. Nach einem Unfall oder Kreislaufproblem fragt man zum Beispiel, ob jemand wach oder ohnmächtig ist.

Wegen der Hitze wurde eine Frau im Bus ohnmächtig.
Nach der Operation war Paul schnell wieder wach.