Etwas, insbesondere ein Grundstück oder einen Betrieb (z.B. eine Gaststätte, einen Bauernhof), für eine bestimmte Zeit gegen eine regelmäßige Zahlung nutzen, mit dem Recht, die Erträge daraus zu erwirtschaften. Anders als beim Mieten ist hier die Gewinnerzielung ein wesentlicher Bestandteil des Vertrags.
beispiel
Der junge Landwirt konnte sich keinen eigenen Hof leisten, also hat er einen gepachtet.
Tipps
Satzbau und Verwendung
Das Verb „pachten“ wird mit einem Akkusativobjekt verwendet, das angibt, was gepachtet wird. Die Person, von der man etwas pachtet, wird mit der Präposition „von“ + Dativ angeschlossen.
BEISPIEL
Eine junge Familie hat den alten Gasthof von der Gemeinde gepachtet.
Typische Verbindungen
Man pachtet typischerweise Dinge, mit denen man Gewinn erwirtschaften kann. Häufige Objekte sind: ein Restaurant, einen Bauernhof, ein Feld, einen Acker oder ein Jagdrevier.
BEISPIEL
Er träumt davon, eines Tages einen kleinen Weinberg zu pachten.
Wortfamilie
Zur Wortfamilie gehören die Nomen „die Pacht“ (der Vertrag oder die Gebühr) und „der Pächter“ bzw. „die Pächterin“ (die Person, die etwas pachtet).
BEISPIEL
Die Pacht für das Grundstück ist jährlich im Voraus zu zahlen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
pachten vs mieten
„mieten“ und „pachten“ bedeuten beide, dass man etwas gegen regelmäßige Zahlung für eine bestimmte Zeit nutzen darf. „mieten“ ist das normale Wort für Wohnungen, Zimmer, Autos oder Geräte. „pachten“ benutzt man vor allem bei Grundstücken, Gaststätten, Bauernhöfen oder Betrieben. Wichtig ist dabei: Man darf mit der Sache oft auch Erträge oder Gewinn machen, zum Beispiel Obst verkaufen oder ein Restaurant betreiben. Die Wörter können verwirren, weil beide ähnlich wie ein Vertrag mit Zahlung funktionieren. Für normales Wohnen oder ein Auto passt „mieten“, für Land oder einen Betrieb mit Einnahmen passt „pachten“.
pachten
Frau Becker pachtet eine Gaststätte und eröffnet dort ein Café.
mieten
Lena mietet eine kleine Wohnung in der Nähe vom Bahnhof.