Ein schriftliches Dokument, in dem eine Person im Voraus festlegt, welche medizinischen Behandlungen sie wünscht oder ablehnt, für den Fall, dass sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig ist.
beispiel
In seiner Patientenverfügung hat er festgelegt, dass er keine künstliche Beatmung wünscht.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses Wort ist aus „der Patient“ (mit Fugen-en) und „die Verfügung“ zusammengesetzt. Eine Verfügung ist eine offizielle Anweisung oder Anordnung. Das Wort bedeutet also wörtlich „eine Anweisung des Patienten“.
BEISPIEL
Eine Patientenverfügung sollte man an einem sicheren Ort aufbewahren.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung werden oft die Verben „erstellen“, „verfassen“ oder „hinterlegen“ verwendet. Man kann auch einfach eine Patientenverfügung „haben“.
BEISPIEL
Es ist ratsam, frühzeitig eine Patientenverfügung zu erstellen.
Register und Stil
„Patientenverfügung“ ist ein offizieller Begriff aus dem Rechts- und Medizinbereich. Er wird in formellen Kontexten wie bei Ärzten, in Krankenhäusern oder bei rechtlichen Beratungen verwendet.
BEISPIEL
Der Notar hat uns über die Wichtigkeit einer Patientenverfügung informiert.
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Patientenverfügung vs Testament
„das Testament“ und „die Patientenverfügung“ sind beide wichtige schriftliche Dokumente für persönliche Entscheidungen. Sie regeln aber ganz verschiedene Situationen. Ein „Testament“ gilt nach dem Tod und bestimmt, was mit Geld, Haus oder anderen Dingen passieren soll. Eine „Patientenverfügung“ gilt, solange jemand noch lebt, aber nicht mehr selbst über medizinische Behandlungen entscheiden kann. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft bei Vorsorge und Familie besprochen werden. Für Erbe und Besitz passt „Testament“; für medizinische Wünsche passt „Patientenverfügung“.
Patientenverfügung
Vor der Operation spricht sie mit ihrer Ärztin über ihre Patientenverfügung.
Testament
In seinem Testament hat der Großvater sein Haus den Kindern hinterlassen.