qualvoll
Mit großen körperlichen oder seelischen Schmerzen und Leiden verbunden; äußerst schmerzhaft.
Nach dem Unfall hatte er qualvolle Schmerzen im Bein.

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Mit großen körperlichen oder seelischen Schmerzen und Leiden verbunden; äußerst schmerzhaft.
Nach dem Unfall hatte er qualvolle Schmerzen im Bein.

Das Adjektiv setzt sich aus dem Nomen „die Qual“ (Agonie, Folter) und dem Suffix „-voll“ zusammen. Es bedeutet also wörtlich „voll von Qual“.
Die letzten Kilometer des Marathons waren ein qualvoller Kampf gegen die Erschöpfung.
„Qualvoll“ ist ein sehr starkes und emotionales Wort. Es wird nur für extremes Leid oder sehr unangenehme Situationen verwendet, nicht für alltägliche Schmerzen oder kleine Unannehmlichkeiten.
Der Abschied von seiner Familie war ein qualvoller Moment für ihn.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „qualvoll“ oft mit Substantiven kombiniert, die Leid, Schmerz oder das Ende des Lebens beschreiben. Häufige Verbindungen sind „qualvolle Schmerzen“, „ein qualvoller Tod“ oder „qualvolle Erinnerungen“.
Er litt unter den qualvollen Folgen seiner schweren Krankheit.
Im übertragenen Sinn beschreibt „qualvoll“ Prozesse, die extrem langsam, mühsam oder unangenehm sind. Typische Beispiele sind „eine qualvolle Wartezeit“, „eine qualvolle Stille“ oder „ein qualvoll langweiliger Film“.
Es war eine qualvolle Stille im Raum, nachdem er die schlechte Nachricht überbracht hatte.
„angenehm“ und „qualvoll“ stehen in einem klaren Gegensatz, wenn es um Erleben und Gefühle geht. „angenehm“ meint, dass etwas gut tut oder leicht auszuhalten ist. „qualvoll“ meint, dass etwas mit starken Schmerzen, großem Leiden oder sehr großer Mühe verbunden ist. Es kann körperlich gemeint sein, aber auch übertragen, zum Beispiel bei langem Warten oder einer sehr schweren Aufgabe. „qualvoll“ ist viel stärker als nur „unangenehm“.

Das lange Warten auf die Nachricht war für die Familie qualvoll.
Die Fahrt im leeren Zug ist heute sehr angenehm gewesen.