Das juristisch begründete und einklagbare Recht einer Person, von einer anderen Person oder einer Institution etwas zu fordern, zu erhalten oder zu tun.
beispiel
Nach drei Jahren Betriebszugehörigkeit haben Mitarbeiter einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist aus „Recht“ und „Anspruch“ zusammengesetzt. Es bedeutet also wörtlich einen „Anspruch, der auf einem Recht basiert“. Das „s“ in der Mitte ist ein Fugenlaut, der die beiden Wörter verbindet.
BEISPIEL
Ein Rechtsanspruch ist mehr als nur ein Wunsch, er ist gesetzlich verankert.
Verwendung mit 'auf'
Der Rechtsanspruch bezieht sich immer auf etwas. Dieses „Etwas“ wird mit der Präposition „auf“ und dem Akkusativ angeschlossen. Die häufigste Konstruktion ist „einen Rechtsanspruch auf etwas haben“.
BEISPIEL
Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.
Typische Verben
Häufige Verben in Verbindung mit „Rechtsanspruch“ sind „haben“, „geltend machen“ (offiziell fordern), „durchsetzen“ (erfolgreich einfordern) und „verlieren“.
BEISPIEL
Er musste seinen Rechtsanspruch vor Gericht geltend machen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Rechtsanspruch vs Recht
„das Recht“ und „der Rechtsanspruch“ können beide einen Anspruch beschreiben. „das Recht“ ist allgemeiner und kann moralisch oder gesetzlich gemeint sein. „der Rechtsanspruch“ ist genauer juristisch: Er bedeutet, dass jemand etwas rechtlich fordern kann, oft auch vor einer Behörde oder vor Gericht. Verwechseln kann man die Wörter, weil ein Rechtsanspruch immer eine Art Recht ist. Aber nicht jedes Recht wird so konkret als einklagbarer Anspruch gemeint. Im Alltag sagt man oft „ein Recht auf“, in offiziellen Texten eher „ein Rechtsanspruch auf“.
Rechtsanspruch
Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kinderbetreuung.
Recht
Auch nach der Arbeit hat er das Recht, nicht mehr erreichbar zu sein.