der Anspruch
Ein rechtlich oder moralisch begründetes Recht oder eine Forderung auf etwas.
Nach einem Jahr Beitragszahlung hat man Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Anspruch
Loading your saved state.
Ein rechtlich oder moralisch begründetes Recht oder eine Forderung auf etwas.
Nach einem Jahr Beitragszahlung hat man Anspruch auf Arbeitslosengeld.

„Der Anspruch“ gehört zur Wortfamilie von „sprechen“. Das verwandte Verb „beanspruchen“ bedeutet „etwas für sich fordern“ und hilft, die Idee eines Rechts oder einer Forderung zu verstehen.
Niemand kann diesen Erfolg für sich allein beanspruchen.
Ein Recht oder eine Forderung wird fast immer mit der festen Struktur „Anspruch auf etwas haben“ ausgedrückt. Das, worauf man Anspruch hat, steht im Akkusativ.
Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Urlaub.
Steht „Anspruch“ mit „auf“ und Akkusativ, ist meist eine Forderung gemeint (m01). Wird es mit Adjektiven wie „hoch“, „künstlerisch“ oder „persönlich“ beschrieben, geht es um das Niveau oder die Erwartungen (m02).
Sie hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Dokumente.
Diese Bedeutung kommt nur in der festen Wendung „etwas in Anspruch nehmen“ vor. Sie bedeutet, etwas zu nutzen oder zu beanspruchen, zum Beispiel Zeit, Hilfe oder eine Dienstleistung.
Die komplette Renovierung wird viel Zeit in Anspruch nehmen.
„das Recht“ und „der Anspruch“ können beide bedeuten, dass jemand etwas bekommen, tun oder verlangen darf. „das Recht“ klingt allgemeiner und kann gesetzlich oder moralisch gemeint sein. „der Anspruch“ betont stärker die Forderung auf etwas Konkretes, zum Beispiel auf Geld, Hilfe oder eine Leistung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil ein Anspruch oft ein Recht ist. Wenn man allgemein über Freiheit oder Erlaubnis spricht, passt „Recht“ besser. Wenn man sagt, dass jemand etwas Bestimmtes verlangen kann, ist „Anspruch“ oft genauer.

Nach dem Unfall hat sie Anspruch auf Hilfe von der Versicherung.
Wir haben das Recht, unsere Meinung frei zu sagen.