Der in Deutschland für bestimmte akademische Berufe (z.B. Lehrer, Juristen) verpflichtende praktische Vorbereitungsdienst, der auf das Universitätsstudium folgt und mit einer Staatsprüfung abschließt.
beispiel
Nach ihrem Lehramtsstudium absolviert sie nun ihr Referendariat an einem Gymnasium.
Tipps
Kultureller Kontext
Das Referendariat ist eine Besonderheit des deutschen Bildungs- und Rechtssystems. Es ist eine verpflichtende, staatlich geregelte Praxisphase nach dem Universitätsstudium für Berufe wie Lehrer oder Juristen.
BEISPIEL
Ohne abgeschlossenes Referendariat darf man in Deutschland nicht als Anwalt arbeiten.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit dem Referendariat werden meist die Verben „machen“, „absolvieren“ oder die Wendung „im Referendariat sein“ verwendet.
BEISPIEL
Mein Bruder macht gerade sein Referendariat an einer Grundschule.
Berufliche Spezifizierung
Oft wird das Referendariat durch ein Adjektiv oder eine „für“-Konstruktion genauer bestimmt, um den Beruf zu nennen. Beispiele sind „juristisches Referendariat“ oder „Referendariat für das Lehramt an Gymnasien“.
BEISPIEL
Das juristische Referendariat dauert in der Regel zwei Jahre.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Referendariat vs Ausbildung
„die Ausbildung“ und „das Referendariat“ können beide eine praktische Phase sein, in der man für einen Beruf lernt. „die Ausbildung“ benutzt man allgemein für das Erlernen eines Berufs, oft direkt nach der Schule und oft im Betrieb mit Berufsschule. „das Referendariat“ ist spezieller: Es kommt nach einem Universitätsstudium und gehört zu bestimmten Berufen, besonders bei Lehrern und Juristen. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide auf einen Beruf vorbereiten. Genauer ist aber: Eine Ausbildung ist ein beruflicher Lernweg, ein Referendariat ist ein praktischer Vorbereitungsdienst nach dem Studium.
Referendariat
Nach dem Lehramtsstudium hat Anna ihr Referendariat an einer Grundschule gemacht.
Ausbildung
Meine Kollegin plant, im Herbst eine Ausbildung zur Kauffrau zu beginnen.