Eine Person, die sich für grundlegende Veränderungen und Verbesserungen (Reformen) in einem bestehenden System, einer Institution oder der Gesellschaft einsetzt.
beispiel
Martin Luther gilt als einer der bedeutendsten Reformer der Kirchengeschichte.
Tipps
Wortfamilie
„Der Reformer“ gehört zur Wortfamilie von „die Reform“ (die Veränderung/Verbesserung) und dem Verb „reformieren“ (verändern/verbessern). Ein Reformer ist also jemand, der Reformen durchführt.
BEISPIEL
Die Regierung plant, das Steuersystem zu reformieren.
Wortbildung: Personen
Die Endung „-er“ bezeichnet eine männliche Person, die eine Handlung ausführt. Die entsprechende weibliche Form wird regelmäßig mit der Endung „-in“ gebildet: „die Reformerin“.
BEISPIEL
Sie gilt als wichtige Reformerin des Bildungswesens.
Typische Verbindungen
Das Wort wird oft mit Adjektiven wie „radikal“, „gemäßigt“ oder „bedeutend“ kombiniert. Um den Bereich der Reform zu nennen, verwendet man oft den Genitiv oder „von“.
BEISPIEL
Er war ein radikaler Reformer seiner Zeit.
Vergleichen mit
antonym
Reformer vs Fundamentalist
„der Fundamentalist“ und „der Reformer“ stehen in einem klaren Gegensatz. Ein Fundamentalist hält sehr streng an alten Regeln, Lehren oder Überzeugungen fest und lehnt Änderungen meist ab. Ein Reformer will ein bestehendes System verändern und verbessern. Der Unterschied liegt also in der Haltung zu Veränderung: Der Fundamentalist schützt das Alte ohne Kompromisse, der Reformer sucht neue Lösungen.
Reformer
Der Reformer setzte sich für einfachere Regeln in der Verwaltung ein.
Fundamentalist
Der Fundamentalist lehnte jeden Vorschlag ab, weil er an der alten Lehre festhalten wollte.