reihen
Eine veraltete, dichterische Bezeichnung für eine schlanke und wohlgestaltete Figur oder Form. Das Wort wird heute kaum noch verwendet.
Der Dichter pries die reihen Glieder der Tänzerin.

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Eine veraltete, dichterische Bezeichnung für eine schlanke und wohlgestaltete Figur oder Form. Das Wort wird heute kaum noch verwendet.
Der Dichter pries die reihen Glieder der Tänzerin.

Dieses Wort ist veraltet und gehört der Dichtersprache an. Es wird in der modernen deutschen Sprache nicht mehr aktiv verwendet. Man sollte es kennen, um alte Texte zu verstehen, aber nicht selbst benutzen.
In dem Gedicht aus dem 19. Jahrhundert wurde ihre „reihe Gestalt“ gelobt.
Das Adjektiv „reihen“ ist mit dem Nomen „die Reihe“ verwandt. Es beschreibt eine Form, die so gerade, schlank und wohlgeformt ist wie Objekte in einer perfekten Reihe.
Die alten Bäume standen in einer geraden Reihe am Wegesrand.
In der alten Literatur beschreibt „reihen“ fast ausschließlich den menschlichen Körper. Typische Kombinationen sind „reihe Glieder“ (schlanke Gliedmaßen) oder „ein reihen Wuchs“ (eine schlanke Figur).
Der Held der Sage wurde für seinen reihen Wuchs bewundert.
„schlank“ und „reihen“ können beide eine schmale, schöne Figur beschreiben. Der große Unterschied liegt im Gebrauch. „Schlank“ ist ein normales, heutiges Wort und passt gut im Alltag. „Reihen“ ist veraltet und dichterisch; man findet es eher in alten Texten oder in sehr poetischer Sprache. In einem normalen Gespräch würde „reihen“ ungewöhnlich oder falsch klingen. Für Lernende ist deshalb wichtig: Für Menschen sagt man heute fast immer „schlank“.

In dem alten Gedicht wird die Königin als reihen und schön beschrieben.
Meine Freundin ist groß und schlank, aber sie macht keinen besonderen Sport.