Eine künstlerische Darstellung in der Bildhauerei, bei der eine Figur oder ein Ornament plastisch aus einer Fläche hervortritt, aber mit ihr verbunden bleibt.
beispiel
An der alten Tempelmauer war ein beeindruckendes Relief mit mythologischen Szenen zu sehen.
Tipps
Herkunft und Aussprache
„Relief“ ist ein Lehnwort aus dem Französischen. Deshalb wird es auf der zweiten Silbe betont: [reˈli̯ɛf]. Die Schreibweise mit „-ief“ ist im Deutschen selten und ein Hinweis auf die fremde Herkunft.
BEISPIEL
Die Aussprache von „Relief“ folgt den französischen Regeln.
Kontexthinweis: Kunst
Wenn „Relief“ eine Kunstform meint, finden sich im Satz oft Wörter, die Materialien („Stein“, „Holz“, „Bronze“), Orte („Wand“, „Fassade“, „Münze“) oder künstlerische Tätigkeiten („schnitzen“, „meißeln“) beschreiben.
BEISPIEL
Der Künstler meißelte ein Relief in die Steinplatte.
Kontexthinweis: Geografie
In der geografischen Bedeutung wird „Relief“ zusammen mit Wörtern wie „Landschaft“, „Gebirge“, „Karte“ oder „Topografie“ verwendet, um die Oberflächenstruktur der Erde zu beschreiben.
BEISPIEL
Das Relief dieser Region ist von hohen Bergen und tiefen Tälern geprägt.
Vergleichen mit
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Relief vs Gelände
„das Gelände“ und „das Relief“ können beide mit der Form der Erdoberfläche zu tun haben. „Gelände“ benutzt man, wenn man über ein Gebiet spricht, auf dem man sich bewegt oder das man beschreibt, zum Beispiel steiles oder unebenes Gelände. „Relief“ ist genauer und fachlicher: Es beschreibt die Höhen und Tiefen einer Landschaft, also die Form der Oberfläche. In Geografie oder Karten ist „Relief“ passend. Im Alltag sagt man meistens „Gelände“, wenn man meint, dass ein Ort schwer zu begehen oder uneben ist.
Relief
Wir beschreiben im Geografieunterricht das Relief der Alpen.
Gelände
Am Morgen fährt die Fahrerin vorsichtig durch das unebene Gelände.