
rinnen
Als Flüssigkeit in einem dünnen Strom oder in Tropfen fließen.
Der Schweiß rann ihm über die Stirn.
rinnen – rann – ist geronnen
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Als Flüssigkeit in einem dünnen Strom oder in Tropfen fließen.
Der Schweiß rann ihm über die Stirn.

Von der Zeit: vergehen. Diese Verwendung ist besonders in der gehobenen Sprache üblich.
Die Stunden rannen, während sie vergeblich auf eine Nachricht wartete.

Jemandem allmählich verloren gehen, ohne dass die Person es festhalten oder bewahren kann. Die Wendung wird besonders für Geld und Zeit verwendet.
Das Geld rinnt ihm durch die Finger, und am Monatsende hat er nichts mehr übrig.

Undicht sein und deshalb Flüssigkeit durchlassen. Diese Bedeutung ist regional, besonders in Österreich, gebräuchlich.
Das Dach rinnt und muss dringend repariert werden.
| ich | rinne |
|---|---|
| du | rinnst |
| er/sie/es | rinnt |
| wir | rinnen |
| ihr | rinnt |
| sie | rinnen |
| ich | rann |
|---|---|
| du | rannst |
| er/sie/es | rann |
| wir | rannen |
| ihr | rannt |
| sie | rannen |
| ich | bin geronnen |
|---|---|
| du | bist geronnen |
| er/sie/es | ist geronnen |
| wir | sind geronnen |
| ihr | seid geronnen |
| sie | sind geronnen |
| du | rinn! rinne! |
|---|---|
| ihr | rinnt! |
| Sie | rinnen Sie! |
| ich | war geronnen |
|---|---|
| du | warst geronnen |
| er/sie/es | war geronnen |
| wir | waren geronnen |
| ihr | wart geronnen |
| sie | waren geronnen |
| ich | werde rinnen |
|---|---|
| du | wirst rinnen |
| er/sie/es | wird rinnen |
| wir | werden rinnen |
| ihr | werdet rinnen |
| sie | werden rinnen |
| ich | rinne |
|---|---|
| du | rinnest |
| er/sie/es | rinne |
| wir | rinnen |
| ihr | rinnet |
| sie | rinnen |
Für die indirekte Rede.
| ich | ränne rönne |
|---|---|
| du | rännest rännst, du rönnest, du rönnst |
| er/sie/es | ränne rönne |
| wir | rännen rönnen |
| ihr | rännet rännt, ihr rönnet, ihr rönnt |
| sie | rännen rönnen |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | rinnen |
|---|---|
| mit zu | zu rinnen |
| Partizip I | rinnend |
| Partizip II | geronnen |
„Rinnen“ wird normalerweise ohne Akkusativobjekt verwendet: Eine Flüssigkeit oder die Zeit ist das Subjekt und rinnt selbst. Häufig geben Präpositionen an, wohin oder woran etwas rinnt.
Wasser rinnt aus dem beschädigten Schlauch.
Der Regen rinnt durch die Ritzen im Fensterrahmen.
In der Bedeutung des Fließens steht „rinnen“ häufig mit Flüssigkeiten und Körperstellen. Typische Verbindungen sind „Schweiß rinnt über die Stirn“, „Tränen rinnen über die Wangen“ und „Wasser rinnt durch die Ritzen“.
Nach dem langen Lauf rann ihm der Schweiß über den Nacken.
Wenn „rinnen“ für das Vergehen der Zeit verwendet wird, gehört es vor allem zur gehobenen oder literarischen Sprache. Als Subjekt stehen dabei oft Zeitangaben wie „die Stunden“, „die Tage“ oder „die Jahre“.
Die Jahre rannen, ohne dass er seinen Plan verwirklichte.
In der Wendung „jemandem durch die Finger rinnen“ steht die betroffene Person im Dativ. Vor „durch die Finger“ stehen besonders häufig „Geld“ oder „Zeit“.
Wenn sie nicht aufpasst, rinnt ihr das Geld durch die Finger.
Die Bedeutung „undicht sein und Flüssigkeit durchlassen“ ist besonders in Österreich gebräuchlich. Dabei ist meist ein Gegenstand wie ein Dach, ein Rohr oder ein Behälter das Subjekt.
Das alte Rohr rinnt seit gestern und überschwemmt den Keller.