Sich wie ein Ritter verhalten, insbesondere um die Gunst einer Person werben oder für eine Sache kämpfen. Das Wort ist veraltet und wird heute meist nur noch historisierend oder ironisch gebraucht.
beispiel
In den alten Geschichten musste der Held um die Prinzessin rittern.
Tipps
Wortfamilie
Das Verb „rittern“ ist direkt vom Nomen „der Ritter“ abgeleitet. Es bedeutet wörtlich, sich wie ein Ritter zu verhalten oder zu handeln.
BEISPIEL
Er ritterte um ihre Aufmerksamkeit.
Veralteter Stil
Dieses Wort ist sehr altmodisch und wird in der normalen Alltagssprache nicht verwendet. Man findet es in historischen Geschichten, Märchen oder wenn jemand bewusst ironisch und übertrieben förmlich klingen möchte.
BEISPIEL
Er versuchte, mit altertümlichen Gedichten um sie zu rittern.
Satzbau mit Präposition
„rittern“ wird oft mit der Präposition „um“ und dem Akkusativ verwendet, wenn es darum geht, um die Gunst oder eine Sache zu kämpfen. Die Präposition „für“ drückt aus, dass man sich für eine Idee oder ein Ziel einsetzt.
BEISPIEL
Die beiden Prinzen ritterten um die Hand der Königstochter.
Vergleichen mit
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rittern vs kämpfen
„kämpfen“ und „rittern“ können beide bedeuten, dass man sich stark für etwas einsetzt oder um etwas wirbt. „kämpfen“ ist das normale und neutrale Wort für heutige Situationen. Man kann für Rechte, um eine Stelle oder gegen ein Problem kämpfen. „rittern“ ist veraltet und klingt heute meist historisch oder ironisch. Es erinnert an Ritter und passt eher, wenn man absichtlich einen altmodischen oder scherzhaften Ton möchte. In normalen Gesprächen ist „kämpfen“ fast immer natürlicher.
rittern
Im Theaterstück rittern zwei junge Männer um die Gunst der Prinzessin.
kämpfen
Viele Eltern kämpfen für einen sicheren Schulweg ihrer Kinder.