Eine Person, die beruflich Tiere schlachtet und deren Fleisch verarbeitet und verkauft. Der Begriff ist in Norddeutschland gebräuchlich und entspricht dem süddeutschen „Metzger“ oder mitteldeutschen „Fleischer“.
beispiel
Der Bauer bringt seine Schweine zum Schlachter, um sie verarbeiten zu lassen.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort leitet sich vom Verb „schlachten“ ab. Die Endung „-er“ bezeichnet die Person, die diese Tätigkeit ausübt. Es kann sich aber auch auf das Geschäft dieser Person beziehen.
BEISPIEL
Der Schlachter empfahl mir ein gutes Stück Fleisch für den Braten.
Regionale Verwendung
Der Begriff „Schlachter“ ist vor allem in Norddeutschland üblich. In anderen Teilen des deutschsprachigen Raums werden für diesen Beruf andere Bezeichnungen verwendet.
BEISPIEL
Wenn du in Hamburg bist, gehst du für frische Wurst zum Schlachter.
Person oder Geschäft
Das Wort „Schlachter“ kann sowohl die Person als auch das Geschäft (die Schlachterei) bezeichnen. Aus dem Satzbau mit Präpositionen wie „zum“ oder „beim“ wird oft klar, dass das Geschäft gemeint ist.
BEISPIEL
Ich muss noch schnell beim Schlachter anhalten und Aufschnitt kaufen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Schlachter vs Metzger
„der Metzger“ und „der Schlachter“ meinen sehr ähnliche Berufe rund um Fleisch. In vielen Situationen können beide für eine Person stehen, die Fleisch verarbeitet und verkauft. Der Unterschied ist vor allem regional: „Schlachter“ ist besonders in Norddeutschland üblich, während „Metzger“ eher in Süddeutschland und anderen Regionen verwendet wird. Außerdem erinnert „Schlachter“ stärker an das Schlachten von Tieren, auch wenn es regional einfach der normale Berufsname sein kann. Lernende können die Wörter verwechseln, weil sie oft denselben Beruf meinen. Achte deshalb auf die Region und den Zusammenhang.
Schlachter
In dem kleinen Ort in Norddeutschland kennt jeder den Schlachter am Markt.
Metzger
Frau Neumann bestellt beim Metzger Fleisch für das Grillfest.