schlürfen
Eine Flüssigkeit, zum Beispiel eine Suppe oder ein heißes Getränk, mit einem hörbaren, saugenden Geräusch trinken.
In Japan gilt es als höflich, die Nudelsuppe laut zu schlürfen.

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Eine Flüssigkeit, zum Beispiel eine Suppe oder ein heißes Getränk, mit einem hörbaren, saugenden Geräusch trinken.
In Japan gilt es als höflich, die Nudelsuppe laut zu schlürfen.

„Schlürfen“ ist ein lautmalerisches Wort. Der Klang des Wortes selbst erinnert an das Geräusch, das es beschreibt – sowohl das saugende Trinken als auch das schleifende Gehen.
Man konnte hören, wie er seine Suppe schlürfte.
Man kann die beiden Bedeutungen leicht am Kontext unterscheiden. Wenn das Objekt eine Flüssigkeit oder Speise ist, geht es ums Trinken. Wenn es um Bewegung und Füße geht, ist das Gehen gemeint.
Er schlürfte den heißen Tee vorsichtig aus der Tasse.
In vielen westlichen Kulturen, einschließlich Deutschland, gilt das laute Schlürfen von Speisen oder Getränken bei Tisch oft als unhöflich. Es wird mit schlechten Manieren assoziiert.
„Hör auf zu schlürfen!“, sagte die Mutter zu ihrem Kind.
In der Bedeutung „schleifend gehen“ wird „schlürfen“ oft mit einer Ortsangabe oder einer Beschreibung der Art und Weise kombiniert, zum Beispiel „durch den Schnee schlürfen“ oder „mit den Pantoffeln schlürfen“.
Er war zu faul, die Füße zu heben und schlürfte einfach durch das Laub.
„trinken“ und „schlürfen“ beschreiben beide, dass man eine Flüssigkeit zu sich nimmt. „trinken“ ist neutral und passt zu fast allen Getränken. „schlürfen“ ist spezieller: Dabei hört man ein saugendes Geräusch, oft bei Suppe, Tee oder Kaffee. Es kann gemütlich klingen, aber auch unhöflich, wenn das Geräusch stört. Wenn nur wichtig ist, dass jemand ein Getränk nimmt, sagt man „trinken“. Wenn das Geräusch oder die Art des Trinkens wichtig ist, passt „schlürfen“ besser.

In der Küche schlürft sie vorsichtig die heiße Suppe.
Am Abend trinkt der Arzt eine Tasse Tee.