
schnöde
Verachtenswert, gemein oder moralisch schlecht.
Er ließ seine langjährige Freundin auf schnöde Weise im Stich.
schnöde – schnöder – am schnödesten
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Verachtenswert, gemein oder moralisch schlecht.
Er ließ seine langjährige Freundin auf schnöde Weise im Stich.

Alltäglich, banal und ohne besondere Schönheit oder Romantik.
Am Ende scheiterte der große Traum an der schnöden Realität des Alltags.

Gering, armselig oder materiell und deshalb wenig wertvoll; besonders in festen Verbindungen wie „schnödes Geld“ oder „schnöder Mammon“.
Für schnödes Geld wollte sie ihre Überzeugungen nicht aufgeben.
| Grundform | schnöde |
|---|---|
| Komparativ | schnöder |
| Superlativ | am schnödesten |
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | - | - | - | -n |
| Akk. | -n | - | - | -n |
| Dat. | -n | -n | -n | -n |
| Gen. | -n | -n | -n | -n |
Endung anhängen an schnöde.
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | -r | - | -s | -n |
| Akk. | -n | - | -s | -n |
| Dat. | -n | -n | -n | -n |
| Gen. | -n | -n | -n | -n |
Endung anhängen an schnöde.
| mask. | fem. | neutr. | Plural | |
|---|---|---|---|---|
| Nom. | -r | - | -s | - |
| Akk. | -n | - | -s | - |
| Dat. | -m | -r | -m | -n |
| Gen. | -n | -r | -n | -r |
Endung anhängen an schnöde.
„Schnöde“ gehört eher zur gehobenen oder literarischen Schriftsprache und klingt meist deutlich wertend. Im Alltag kommt es besonders in festen oder bewusst pointierten Formulierungen vor.
Seine schnöden Bemerkungen verletzten die anderen Gäste.
In der Bedeutung einer verachtenswerten Behandlung steht „schnöde“ häufig bei Wörtern wie „Behandlung“, „Abweisung“ oder „im Stich lassen“. Es beschreibt dabei oft eine Handlung, durch die jemand respektlos behandelt wird.
Nach Jahren treuer Mitarbeit erfuhr sie eine schnöde Behandlung.
In dieser Bedeutung verbindet sich „schnöde“ oft mit Wörtern aus dem Alltag, zum Beispiel „Realität“, „Wirklichkeit“ oder „Alltag“. Dadurch entsteht ein bewusst ernüchternder oder enttäuschter Ton.
Nach dem Urlaub holte ihn der schnöde Alltag schnell wieder ein.
Für die Bedeutung des materiell Geringen sind besonders feste Verbindungen wie „schnödes Geld“ und „schnöder Mammon“ typisch. Sie drücken häufig Geringschätzung gegenüber dem finanziellen Aspekt einer Sache aus.
Der Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder und nicht vom schnöden Mammon.